Hildebrand bleibt im Rennen um Chefposten der OECD

28. Januar 2021 15:32

Paris - Philipp Hildebrand hat es in die dritte Runde des Auswahlprozesses für den Chefposten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geschafft. Zu den vier weiteren Kandidaten zählen zwei ehemalige EU-Kommissarinnen.

Philipp Hildebrand hat in seiner Bewerbung um das Amt des OECD-Generalsekretärs einen Etappenerfolg errungen. Wie der Bundesrat mitteilt, hat der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank den Sprung in die dritte Runde des Auswahlprozesses geschafft. 

Damit ist Hildebrand einer von nur noch fünf Kandidatinnen und Kandidaten. Allerdings zählen zu den Mitbewerbern mit der Griechin Anna Diamantopoulou und der Schwedin Cecilia Malmström gleich zwei ehemalige EU-Kommissarinnen. Mit im Rennen sind auch der Australier Mathias Cormann und der Däne Ulrik V. Knudsen.

Der Auswahlausschuss wird am 10. Februar die Ergebnisse der dritten Runde mitteilen. Der oder die Nominierte soll Anfang März feststehen. Der Amtsantritt ist für den 1. Juni vorgesehen.

In der zweiten Runde des Auswahlprozesses haben sich die Kandidaten Estlands und Kanadas zurückgezogen, in der ersten diejenigen Tschechiens und Polens. Der Kandidat der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich einen Tag vor der Amtseinführung von Joe Biden zurückgezogen.

Der derzeitige Generalsekretär Angel Gurria hat im vergangenen Jahr seinen Rücktritt angekündigt. Der Mexikaner stand der Denkfabrik der Industriestaaten seit 2006 vor. Der OECD gehören derzeit 37 Länder an. Die Schweiz gehörte 1961 zu den Gründungsmitgliedern der Organisation mit Sitz in Paris. stk

Aktuelles im Firmenwiki