Hemotune nimmt 5,1 Millionen Franken ein

12. August 2020 12:57

Zürich - Hemotune hat in einer Finanzierungsrunde 5,1 Millionen Franken eingenommen. Investiert hat neben Occident und der Zürcher Kantonalbank auch ein koreanisches Medtech-Unternehmen. Hemotune entwickelt ein medizinisches Gerät zur Blutreinigung.

Hemotune hat eine erfolgreiche Serie-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei konnte sich die Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) 5,1 Millionen Franken sichern. Angeführt wurde die Runde vom Zuger Risikokapitalgeber Occident. Investiert haben ausserdem das südkoreanische Medtech-Unternehmen Greencross Medical Science Corp. sowie die Zürcher Kantonalbank.

Hemotune hat sich erst im Juli im Rahmen eines von der EU unterstützen Wettbewerbs eine Investition in der Höhe von 500'000 Euro von EIT Health gesichert. Insgesamt hat das Start-up damit bisher mehr als 10 Millionen Franken eingenommen.

Mit dem frischen Geld will Hemotune nun die Entwicklung von HemoSystem beschleunigen. Dabei handelt es sich um ein medizinisches Gerät zur Blutreinigung, das die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse aus Biomedizin und Nanotechnologie kombiniert. Bei der Entwicklung sollen Nanopartikel Giftstoffe im Blut binden und anschliessend magnetisch abgetrennt werden. Ähnlich wie bei einer Dialyse wird das Verfahren in einem externen Kreislauf angewendet, das Blut also aus dem Körper gepumpt, behandelt und wieder zurückgeführt.

HemoSystem ist den Angaben des Unternehmens zufolge viel präziser und effizienter als bisherige Methoden. Das Gerät soll in erster Linie bei Blutvergiftungen eingesetzt werden. Die Blutvergiftung ist auch eine Komplikation, welche in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus auftreten kann. Laut Cédric Barra, Investment Manager bei Occident, könnte HemoSystem daher auch in der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle spielen.

Die südkoreanische Greencross Medical Science Corp will mit der Investition ihre Zusammenarbeit mit Hemotune stärken, wie CEO Eun-Uk Ahn erklärt. Ausserdem will das Unternehmen das Start-up später bei der Expansion nach Asien unterstützen. ssp

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