Bei der Entwicklung dieses Beleuchtungsdemonstrators konnten entscheidende Parameter durch den Goniometer im ersten Versuch bestimmt werden. Bild: Helbling

Helbling beschleunigt Entwicklung von Optiklösungen

05. Dezember 2022 11:44

Zürich - Helbling hat einen Messaufbau zur Optimierung optischer Systeme entwickelt. Mit dem Goniometer lassen sich Charakteristiken der Lichtstreuung an beliebigen Materialproben experimentell bestimmen. Die Technik kann die Dauer der Produktentwicklung deutlich verkürzen.

Das Zürcher Engineering- und Consulting-Unternehmen Helbling hat ein Gerät zur Messung von Lichtstreuung an technischen Oberflächen und in Materialien entwickelt. Mit dem sogenannten Goniometer können die Fachleute von Helbling optische Phänomene präzise und zeiteffizient messen, heisst es in einem Fachartikel. Es wurde bereits in vielen Projekten erfolgreich angewandt.

Die Lichtstreuung in Materialien und auf Oberflächen zu kennen, ist beispielsweise bei Leuchtanzeigen im Innen- und Aussenbereich und hinterleuchteten Anzeige- und Bedienelementen von Geräten und Displays wichtig, um eine Oberfläche mittels gewollter Streuung einheitlich beleuchten zu können. Auf Oberflächen des Gehäuses von hochsensiblen Sensoren hingegen können Strahlen unerwünscht sein. Auch dann gilt es, die ungewollte Lichtstreuung zu kennen, um sie optimieren zu können.

Die Streuung kann mittels der Bidirectional Scattering Distribution Function (BSDF) gemessen werden. Dabei handelt es sich um eine mathematische Beschreibung der gesamten Winkelverteilung der gestreuten Strahlen. Da diese sehr komplex und theoretisch ist, haben sich die Experten von Helbing für eine experimentelle Bestimmung der BSDF mit ihrem eigens hierfür konzipierten Goniometer-Aufbau entschieden.

Damit liegen teils innert Minuten und maximal binnen weniger Stunden Analyse- und Kontrolldaten vor. Diese können die Entwicklungsingenieurinnen und -ingenieure direkt in optische Simulationssoftware wie LightTools einbinden, um das optische System zu charakterisieren und gewünschte Parameter zu verbessern. Experimentelle Iterationen werden dadurch überflüssig. Das kann den Entwicklungsprozess von Optik- und Sensorlösungen deutlich beschleunigen, heisst es weiter in dem Fachartikel. ko

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