Güterverkehr ist unterschiedlich stark von Corona-Krise betroffen

22. November 2021 12:39

Neuenburg - Der Güterverkehr war im vergangenen Jahr unterschiedlich stark von der Corona-Krise betroffen. Während die Luftfracht um mehr als 40 Prozent eingebrochen ist, gingen der Transport auf der Strasse um 0,9 Prozent und zu Schiene um 2,7 Prozent zurück. In den Rheinhäfen in Basel wurden 15,5 Prozent weniger Güter umgeschlagen.

Im vergangenen Jahr ist 41 Prozent weniger Fracht per Flugzeug transportiert worden als 2019. Damit war die Luftfracht im vergangenen Jahr deutlich stärker von Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen als andere Verkehrsträger, geht laut einer Medienmitteilung aus der Gütertransportstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Grund sei, dass der Personenflugverkehr 2020 im Zuge der Corona bedingten Kontaktbeschränkungen weitgehend ausfiel. An Bord von Passagierflugzeugen werde normalerweise Fracht mittransportiert. Allerdings spiele Luftfracht eine verhältnismässig kleine Rolle im Vergleich zu Güterverkehr auf Schienen und Strasse.

Dort ging die Transportleistung weit weniger zurück. Auf das gesamte Jahr gesehen sank die Fahrleistung auf der Strasse im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 1,6 Prozent. Allerdings lag der Rückgang zeitweise deutlich höher. So „wurden im 2. Quartal 2020 mit schweren Güterfahrzeugen so wenige Kilometer gefahren wie letztmals im Jahr 2003, nämlich 549 Millionen“, heisst es in der Medienmitteilung. Zudem waren mit -11,2 Prozent deutlich weniger ausländische Fahrzeuge auf den Strassen in der Schweiz unterwegs als 2019.

Die Transportleistung im Schienengüterverkehr fiel 2020 ebenfalls nur leicht zurück. So sanken die Transportleistungen gegenüber 2019 um 2,7 Prozent auf 9,8 Milliarden Netto-Tonnenkilometer. Damit steche das Corona-Krisenjahr 2020 im historischen Langzeitvergleich nicht hervor, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Schifffahrt litt dagegen stärker unter der Corona-Pandemie. So schlugen die Rheinhäfen in Basel 15,5 Prozent weniger Tonnen Güter um als 2019. Dieser Rückgang sei insbesondere auf eine gesunkene Nachfrage bei Mineralölerzeugnissen zurückzuführen, der wichtigsten Gütergruppe in der Rheinschifffahrt. ko

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