Gütermetro geht auf die Zielgerade

21. September 2021 13:20

Basel - Cargo sous terrain will einen Teil des Gütertransports der Schweiz in den Untergrund verlegen. Beide Parlamentskammern haben nun einem entsprechenden Gesetz zugestimmt. Damit kann die Realisierung des Projekts angegangen werden.

In der Schweiz sollen Güter künftig nicht nur auf Strassen oder Bahnlinien, sondern auch unterirdisch durch das Land transportiert werden können. Ein entsprechender Gesetzesentwurf des Bundesrates ist am Montag vom Nationalrat gebilligt worden. Der Ständerat hatte bereits im Juni zugestimmt. Damit haben beide Parlamentskammern grünes Licht für den unterirdischen Gütertransport gegeben.

Vom Nationalrat seien allerdings einige wenige Abweichungen zur vom Ständerat beschlossenen Fassung eingebracht worden, erläutert Cargo sous terrain (CST) in einer Mitteilung zum Nationalratsbeschluss. Dieses Problem soll nun in einem Differenzbereinigungsverfahren gelöst werden.

Das Konzept von CST sieht ein Netz von Tunneln zwischen den wichtigen Logistikzentren im Mittelland vor, in denen die Güter rund um die Uhr mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Stunde verkehren. Die Güter werden an den Zugangsstellen automatisch eingespeist und wieder entnommen und dann in die Feinverteilung übergeben. An den Kosten des Projekts ist der Bund nicht beteiligt.

„Wir sind dankbar für den heutigen Entscheid des Nationalrates“, wird CST-Verwaltungsratspräsident Peter Sutterlüti in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge soll die erste Teilstrecke der Gütermetro bis 2031 in Betrieb genommen werden. Aktuell ist CST mit ersten  städtelogistischen Angeboten in den Städten Zürich und Basel aktiv. 

Trägerin der Cargo sous terrain ist die CST AG mit Sitz in Basel. Mit an Bord sind über 80 Unternehmen, darunter die Mobiliar, die SBB, die Migros und Coop sowie neu auch IWB. Für die Feinverteilung in den Städten arbeitet CST zudem mit einer Reihe von Logistikunternehmen zusammen. hs

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