Grüne Batterie bringt Strom ins ländliche Afrika

13. Januar 2020 14:00

Neuenburg - Das Start-up hiLyte hat eine saubere und erschwingliche Batterie entwickelt. Sie soll vor allem der ländlichen Bevölkerung südlich der Sahara zugute kommen, die bisher ohne Strom lebt. Diese grüne Batterie kann Kerosinlampen ersetzen und Mobiltelefone aufladen.

Das Start-up hiLyte hat eine ökologische Batterie entwickelt. Das geht aus einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hervor. Ihr Gerät ist für jene Menschen gedacht, die etwa in Afrika südlich der Sahara ohne Strom leben und ihre Abende in der Dunkelheit verbringen. 

hiLyte wurde von Absolventen der zur EPFL gehörenden School of Engineering (STI) gegründet. Ihre Batterie besteht aus Eisen, Wasser, Kaffeefiltern und Kohlefilz. Mit einer einzigen Ladung kann der Akku eine LED-Birne fünf Stunden lang betreiben oder ein Mobiltelefon aufladen. Anschlüsse für Lampen und ein USB-Port sind eingebaut. Sie ist einfach zu handhaben. In ihrem Inneren entsteht bei der Reaktion harmloses Eisen-2-Sulfat. Die Flüssigkeit ist als landwirtschaftlicher Dünger weit verbreitet und kann problemlos entsorgt werden.

Die grüne Batterie ist als Ersatz für Kerosinlampen gedacht, die die Atemluft mit schädlichem Russ versetzen. Zudem kostet sie nur rund die Hälfte.

Ein Dutzend Prototypen wird derzeit von Familien in Tansania getestet. Sie wurden vor Ort von Einheimischen hergestellt und verteilt. „Unsere Technologie hat das Potenzial, das tägliche Leben von Menschen zu verändern“, wird hiLyte-Mitbegründer Briac Barthes zitiert. „Der Tochter einer unserer Pilotfamilien hat sie es ermöglicht, abends zu lernen. Licht kann auch verändern, wie Menschen miteinander umgehen. So haben etwa sonst isolierte und benachteiligte Familien dadurch die Möglichkeit, mit anderen zusammen zu sein.“

Nach den Tests in Tansania plant das Jungunternehmen, sein Produkt auch in anderen Regionen anzubieten. mm

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