Greenpeace warnt vor Einsatz von Atomkraft zur Klimarettung

08. März 2022 14:20

Zürich - Die Atomkraft werde das Klima nicht retten, meint Greenpeace. Die Umweltorganisation stützt sich dabei auf in einem neuen Themenpapier gewonnene Erkenntnisse. Der 2017 angenommene Entscheid zum Ausstieg aus der Kernenergie müsse eingehalten werden.

„Die Atomkraft wird das Klima nicht retten“, lautet der Titel eines neuen Themenpapiers von Greenpeace Schweiz. In ihm hat die Umweltschutzorganisation die im Bereich Kernkraft zur Verfügung stehenden Technologien und ihre Anwendbarkeit in der Schweiz untersucht. Hintergrund ist der jüngste Entscheid der EU-Kommission, Kernkraft im Rahmen der Bewertungskriterien für eine ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise (Taxonomie) als nachhaltig einzustufen.

„Im Kampf gegen die Klimakrise ist die Atomenergie nichts anderes als ein gefährliches Hirngespinst“, wird Georg Klingler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Schweiz, in einer Mitteilung der Organisation zum neuen Themenpapier zitiert. Die mehrheitlich auf Kernspaltung beruhenden Technologien könnten die mit der Radioaktivität verbundenen Risiken nicht ausschalten, argumentiert Greenpeace Schweiz. Darüber hinaus weist die Umweltschutzorganisation fehlende Lösungen bei der Entsorgung und das Risiko der Nutzung zu militärischen Zwecken hin.

„In einer Zeit, in der die Besorgnis über die Situation der ukrainischen Atomkraftwerke wächst, wird deutlich, dass die Schweiz die richtige Wahl getroffen hat“, schreibt Greenpeace Schweiz. Sie fordert, den 2017 in einer Volksabstimmung getroffenen Beschluss über den endgültigen Atomausstieg nicht infrage zu stellen. Darüber hinaus solle der Bund der Gletscher-Initiative zustimmen und die Ziele des Energiegesetzes an einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz anpassen. hs

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