Goldpreis verschafft Nationalbank Gewinn

31. Juli 2020 12:07

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank hat das erste Semester 2020 mit einem Gewinn von 0,8 Milliarden Franken abgeschlossen. Verluste auf Fremdwährungspositionen wurden dabei vom gestiegenen Goldpreis mehr als ausgeglichen. Rückschlüsse auf das Jahresergebnis sind jedoch nur bedingt möglich.

„Das erste Halbjahr 2020 war geprägt von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, was zu einer hohen Volatilität auf den Finanzmärkten führte“, informiert die Schweizerische Nationalbank (SNB) in einer Mitteilung zu ihrem Halbjahresergebnis. Bei den Fremdwährungspositionen hatte die SNB im Berichtssemester dabei einen Verlust von 6,8 Milliarden Franken verbucht.

Er wurde jedoch von einem Bewertungsgewinn von 7,1 Milliarden Franken auf den mengenmässig unveränderten Goldbestand mehr als ausgeglichen. Die im Wesentlichen aus den erhobenen Negativzinsen auf Giroguthaben bestehenden Frankenpositionen spielten einen Gewinn von 0,6 Milliarden Franken ein. Unterm Strich konnte die SNB einen Halbjahresgewinn von 0,8 Milliarden Franken verbuchen.

Bei den Fremdwährungspositionen hatten wechselkursbedingte Verluste mit einem Minus von 19,1 Milliarden Franken zu Buche geschlagen. Beteiligungspapiere und -instrumente verbuchten einen Verlust von 4,4 Milliarden Franken. Zins- und Dividendenerträge spielten demgegenüber 4,1 Milliarden Franken ein. Zinspapiere und -instrumente trugen einen Kursgewinn von 10,8 Milliarden Franken zum Ergebnis bei.

Da das Ergebnis der SNB hauptsächlich von den Bewegungen auf den Devisen- und Kapitalmärkten und der Entwicklung des Goldpreises abhänge, seien hohe Schwankungen nicht ungewöhnlich, erläutert die SNB in der Mitteilung weiter. Das Semesterergebnis liesse daher auch nur bedingt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis zu. hs

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