Global tätige Fluggesellschaften rufen um Hilfe

16. März 2020 15:24

New York/Amsterdam/Frankfurt - Oneworld, SkyTeam und Star Alliance fordern von den Regierungen weltweit finanzielle Unterstützung für die Luftfahrt. Unbenutzte Landerechte dürften nicht verfallen, fordern die drei grossen globalen Allianzen von Fluggesellschaften.

Die Corona-Krise trifft die globale Luftfahrt existenziell. Darauf weisen Oneworld, SkyTeam und Star Alliance in einer gemeinsamen Pressemitteilung hin. Darin verweisen die drei globalen Allianzen von insgesamt 60 Fluggesellschaften auf Schätzungen des globalen Branchenverbandes IATA hin. Dieser habe bereits vor den Reisebeschränkungen in den USA und Europa mit Einnahmeverlusten in Höhe von 113 Milliarden Dollar gerechnet. Allein der Flugverkehr zwischen den USA und der Schengen-Zone in Europa habe 2019 ein Volumen von 20 Milliarden Dollar gehabt.

Die drei Allianzen fordern deshalb zum einen, dass Flugrechte, die wegen der Corona-Krise nicht benutzt werden, nicht verfallen dürften. Die bisher geltenden Regeln, nach denen solche Flugrechte verfallen, sollten für diesen Sommer ausgesetzt werden.

Die Allianzen fordern zum anderen staatliche Unterstützung für ihre Mitglieder. Die Regierungen sollten „mögliche Massnahmen prüfen, um den Luftfahrtsektor in diesen beispiellosen Zeiten zu unterstützen“, heisst es in der gemeinsamen Mitteilung. Dazu könnte die Senkung von Flughafen- und Überfluggebühren gehören.

Den drei Allianzen um British Airways, Air France und Lufthansa gehören fast 60 Fluggesellschaften weltweit an. Swiss ist mit der Lufthansa-Gruppe Teil der Star Alliance. stk

Aktuelles im Firmenwiki