GF wappnet sich gegen Einbruch des Automarkts

18. Juli 2019 12:31

Schaffhausen - Umsätze und Gewinne von Georg Fischer (GF) sind im ersten Halbjahr 2019 im Jahresvergleich gesunken. Der Konzern führt dies vor allem auf einen Einbruch des Automarkts zurück. Und hat bereits Massnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen.

Einer Mitteilung von GF zufolge hat der Schaffhauser Technologiekonzern im ersten Halbjahr 2019 Umsätze in Gesamthöhe von 1,915 Milliarden Franken verbucht. Im Vergleich zum Vorjahressemester entspricht dies einem Rückgang um 20 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit 153 Millionen Franken im Jahresvergleich um 26,4 Prozent schwächer aus. Der Konzerngewinn ging von 150 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2018 auf 101 Millionen Franken im Berichtshalbjahr zurück.

GF führt den Rückgang auf geopolitische Unsicherheiten und einem damit verbundenen Einbruch des Automarkts zurück. Die aktuellen Handelsspannungen mit den USA haben sich laut Mitteilung negativ auf das Geschäft der Divisionen GF Piping Systems und GF Machining Solutions in China ausgewirkt. Das Geschäft der Division GF Casting Solutions wiederum sei „von stark rückläufigen Produktionszahlen der westeuropäischen und chinesischen Automobilindustrie sowie von Verschiebungen innerhalb der Sortimente bei wichtigen Kunden“ belastet worden.

Um seine Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu sichern, plant der Schaffhauser Technologiekonzern rund 300 Arbeitsplätze aus dem deutschen Standort Werdohl nach Rumänien und Österreich zu verlagern. Zudem soll nach dem Verkauf der beiden Eisengiessereien in Deutschland Ende letzten Jahres auch die Eisengiesserei im österreichischen Herzogenburg veräussert werden. Darüber hinaus will GF sich weiter auf höherwertige Geschäftsfelder und eine Stärkung der Division GF Piping Systems konzentrieren. hs

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