Genf und Zug dominieren Rohstoffhandel

08. März 2021 15:02

Neuenburg - In der Schweiz sind 2018 insgesamt 9881 Beschäftigte im Rohstoffhandel tätig gewesen. Davon waren 44,0 Prozent im Kanton Genf tätig und 21,4 Prozent im Kanton Zug. Das Tessin folgt mit 9,5 Prozent. Das geht aus einer ersten Erhebung des Bundes zur Beschäftigung in der Branche hervor.

Der Rohstoffhandel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wichtigen Pfeiler des Finanzplatzes Schweiz entwickelt. Nun haben das Bundesamt für Statistik (BFS) und das Staatssekretariat für Wirtschaft erstmals Zahlen zur Beschäftigung in der Branche erhoben.

Gemäss einer Mitteilung des BFS waren 2018 insgesamt 9881 Beschäftigte in 901 Unternehmen des Rohstoffhandels tätig. Diese konzentrierten sich zu vier Fünfteln auf drei Kantone. Genf wies mit 4348 Beschäftigten einen Anteil von 44,0 Prozent auf, bei den Unternehmen kam Genf auf einen Anteil von 34,4 Prozent. Zug kommt mit 2115 Beschäftigten auf 21,4 Prozent; sein Anteil an den Unternehmen ist mit 22,9 Prozent leicht höher. Das Tessin kommt mit einem Anteil von 13,3 Prozent bei den Unternehmen und von 9,5 Prozent bei den Beschäftigten auf den dritten Platz. Die Waadt kommt bei den Beschäftigten mit 8,5 Prozent auf den vierten Platz, Zürich mit 6,0 Prozent auf den fünften. Genf ist besonders stark im Brennstoffhandel, Zug im Erz- und Metallhandel. 

Rund vier Fünftel aller Beschäftigten der Branche sind in Unternehmensgruppen tätig, mehr als die Hälfte der Beschäftigten in ausländisch kontrollierten Unternehmensgruppen. Eigenständige Unternehmen beschäftigen rund ein Fünftel der Mitarbeitenden im Sektor. 

Die Beschäftigung wächst im Rohstoffhandel schneller als in der Gesamtwirtschaft. So wuchs die Gesamtbeschäftigung in der Schweiz 2018 im Vergleich zu 2017 um 1,3 Prozent, in der Rohstoffbranche um 2,8 Prozent. Besonders stark war das Wachstum in Zug und im Tessin. stk

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