Gehirn zeigt Risikofreude an

01. Februar 2021 12:43

Zürich - Eine Studie der Universität Zürich zeigt erstmals, dass sich Gehirne von risikobereiten Menschen von Gehirnen weniger risikofreudiger Personen unterscheiden. Das betrifft sowohl Funktionen wie auch anatomische Besonderheiten.

Ein internationales Forschungsteam um drei Neuroökonomen vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Zürich (UZH) hat die Grundlagen und Mechanismen von Risikobereitschaft untersucht. Dafür kombinierten sie laut einer Medienmitteilung erstmals genetische Informationen mit Gehirn-Scans von über 25'000 Personen. 

„Wir fanden sowohl funktionale als auch anatomische Unterschiede“, fasst einer dieser drei Wissenschaftler, Gökhan Aydogan, die Erkenntnisse zusammen. Spezifische Ausprägungen hätten sich in mehreren Hirnarealen gezeigt, wie etwa dem Hypothalamus, der Amygdala und auch im Kleinhirn.

Diese Studie betrete in mehrerlei Hinsicht Neuland, so die UZH. Es sei das erste Mal, dass das Risikoverhalten anhand einer so grossen und repräsentativen Stichprobe untersucht worden sei. Zudem sei es die erste Studie, die mögliche Einflussfaktoren wie genetische Prädisposition oder Unterschiede in Anatomie und Funktion von Gehirnarealen in Kombination betrachtet.

Offen bleibe noch, inwiefern die gefundenen Zusammenhänge kausal seien, betont Aydogan: „Wie genau das Zusammenspiel von Umwelt und Genen unser Risikoverhalten beeinflusst, bedarf weiterer Forschung.“ mm

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