Gastgewerbe leidet am meisten unter Corona-Krise

09. April 2020 13:20

Basel - Dem Gastgewerbe droht nach Einschätzung des unabhängigen Schweizer Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstituts BAK Economics ein zehnmal stärkerer Einbruch als der Gesamtwirtschaft. Damit ist es die am schwersten betroffene Branche der Schweiz.

Während die Gesamtwirtschaft wegen der COVID-19-Pandemie mit einem Einbruch um 2,5 Prozent rechnet, wird dem Gastgewerbe mehr als ein Fünftel der Wertschöpfung wegbrechen. Damit ist das Gastgewerbe die am schwersten betroffene Branche der Schweiz. 

BAK Economics legt in einer Medienmitteilung entsprechende Zahlen vor. Demnach wird die Gastronomie ein Minus von 18,6 Prozent hinnehmen müssen, die Hotellerie sogar einen Verlust von 25,6 Prozent. Zudem werde sich der Tourismus wohl langsamer vom derzeitigen Lockdown erholen als andere Branchen. „Der Rückgang der Logiernächte wird von den Konsumenten nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt und es kann auch nicht auf Lager produziert werden, wie dies in anderen Branchen zumindest teilweise der Fall ist.“

Die kantonalen Rückgänge in der Beherbergung variieren zwischen minus 21 und 30 Prozent. Den grössten Verlust von fast einem Drittel der Wertschöpfung habe dabei das Tessin zu verkraften. Es leide nicht nur besonders unter dem Corona-Virus. Für diesen Kanton sei auch die Frühjahrs- und Sommersaison von grosser Bedeutung. mm

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