Forscher leuchten Potenzial von Speichertechnologien aus

03. Juli 2019 12:18

Villigen AG - Wissenschaftler des Paul Scherrer Instituts haben gemeinsam mit Kollegen sechs weiterer Forschungsinstitutionen das Potenzial von Speichertechnologien für überschüssige erneuerbare Energien analysiert. Die Ergebnisse wurden im Weissbuch „Power-to-X“ festgehalten.

Unter Power-to-X-Technologien werden Verfahren verstanden, mit denen überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien in Energieträger wie Wasserstoff, Methan oder Methanol umgewandelt werden kann, erläutert das Paul Scherrer Institut (PSI) in einer Mitteilung. Seine Wissenschaftler haben zusammen mit Kollegen von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), der Eidgenössischen Technische Hochschule Zürich (ETH), der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), der Universität Genf und der Universität Luzern das Weissbuch „Power-to-X“ verfasst. In der für die Eidgenössische Energieforschungskommission (CORE) erstellten Studie wird untersucht, welchen Beitrag Power-to-X-Technologien zur Energiestrategie der Schweiz leisten können.

Den Studienergebnissen nach ist die Rückgewinnung von Strom aus Energiespeichern wie Wasserstoff oder Methan derzeit noch sehr teuer. „Die Kosten für solche auch Power-to-Power genannten Verfahren könnten aber durch Fortschritte bei der Technik und steigender Erfahrung im Umgang mit diesen neuen Technologien bis 2030 um bis zu zwei Drittel sinken“, wird Tom Kober, Leiter der Gruppe Energiewirtschaft am PSI, in der Mitteilung zitiert. Auch die Ersetzung fossiler Brennstoffe durch in Power-to-X-Verfahren erzeugte Kraftstoffe werde sich wirtschaftlich nur rentieren, „wenn entsprechende umweltpolitische Anreizmechanismen zum Tragen kommen“, heisst es in der Mitteilung. „Entscheidend für einen erfolgreichen Einsatz von Power-to-X im Rahmen der Energiestrategie 2050 ist, dass sich Forschung und Innovation auf eine optimale Integration von Power-to-X in das gesamte Energiesystem der Schweiz konzentrieren“, halten die Forscher dort als  Fazit der Studie fest. Sie werden das Weissbuch am 8. Juli an der ETH vorstellen. hs

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