Forscher analysieren Satellitenbilder der Schweiz

06. Juni 2019 12:12

Genf - Genfer Forscher haben im sogenannten Swiss Data Cube Satellitenbilder der Schweiz über mehrere Jahrzehnte gesammelt. Nun spannen sie mit der Universität Zürich und der Forschungsanstalt WSL zusammen, um Daten aus dem Weltall genauer zu analysieren.

Swiss Data Cube ist eine umfangreiche Sammlung von Satellitenbildern der Schweiz, die seit 1984 aufgenommen wurden. Sowohl Satelliten der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA als auch jene der Europäischen Weltraumorganisation ESA überfliegen die Schweiz regelmässig. Wenn Aufnahmen der gleichen Region überlagert werden, lassen sich rasch Veränderungen in der Umwelt erkennen.

Swiss Data Cube wurde von der Universität Genf in Zusammenarbeit mit UNEP/GRID-Geneva entwickelt. Nun spannen Genfer Forscher mit Kollegen aus der Universität Zürich und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zusammen, wie es in einer Mitteilung heisst. Dabei sollen die Daten von Swiss Data Cube genauer untersucht werden. Insbesondere aufgrund der wachsenden Bevölkerung, der Urbanisierung und der Entwicklung der Infrastruktur in der Schweiz werde der Druck auf natürliche Ressourcen und die Biodiversität immer grösser. Die Analyse der Daten von Swiss Data Cube soll unter anderem bei politischen Entscheiden helfen.

Die Schweiz ist laut einem früheren Artikel der „Neuen Zürcher Zeitung“ nach Australien erst das zweite Land auf der Welt, das einen Data Cube  entwickelt hat. Damit wird die Überwachung der Umwelt auf nationaler Ebene möglich. ssp

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