Für innovative Projekte kann Fördergeld von Innosuisse beantragt werden. Bild: ZHAW

Fördergeschäft von Innosuisse nimmt Fahrt auf

27. März 2020 12:50

Bern - Innosuisse zieht eine besonders positive Bilanz des vergangenen Jahres. 2019 wurden 65 Prozent mehr Projektgesuche eingereicht. Auch die Nachfrage nach Coaching für Start-ups hat sich verdoppelt.

Das Fördergeschäft von Innosuisse hat sich 2019 „äusserst positiv“ entwickelt, heisst es in einer Medienmitteilung der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung. Insgesamt wurden 800 Gesuche für Innovationsprojekte eingereicht. Das sind 65 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 480 Start-ups bewarben sich für ein Coaching.

Der Innovationsrat von Innosuisse bewilligte 404 Innovationsprojekte. Im Vorjahr waren es noch 239. Zudem gab er 400 Innovationsschecks aus. Damit konnten 192 KMU mehr als im Vorjahr wissenschaftliche Expertise für ihre Produkte und Dienstleistungen finanzieren. Weitere 44 innovative Projekte wurden im Rahmen des Impulsprogramms Digitalisierung unterstützt.

„Thematische Schwerpunkte bei den bewilligten Gesuchen stellten wir 2019 in den Bereichen MedTech und Advanced Manufacturing fest“, wird Innosuisse-Direktorin Annalise Eggimann in der Medienmitteilung zitiert. Weiterhin würden die meisten Projekte (54 Prozent) mit Fachhochschulen als Forschungspartnern durchgeführt. Erfreut zeigt sich Eggimann darüber, dass mit 82 Prozent der Anteil der KMU an den bewilligten Innovationsprojekten weiter gestiegen ist. Im Vorjahr waren es 77 Prozent.

Vom den drei Coaching-Programmen profitierten insgesamt 300 Start-ups. Mit 477 Bewerbungen habe sich die Nachfrage dafür im Vergleich zu Zeiten der Innosuisse-Vorgängerin KTI (Kommission für Technologie und Innovation) mehr als verdoppelt.

Den Angaben zufolge haben 2019 über 3500 Teilnehmende ein Modul des Start-up-Trainings besucht. 58 Start-ups wurden für die Teilnahme an einem Internationalisierungscamp akzeptiert. Mit 31 Millionen Franken wurden acht Schweizer Kompetenzzentren für Energieforschung mitfinanziert.

Insgesamt hat Innosuisse 2019 Förderbeiträge in Höhe von 243,3 Millionen Franken zugesprochen. Mit etwas mehr als 144 Millionen Franken wurden Innovationsprojekte mit und ohne Umsetzungspartner finanziert. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten lohnt es sich doppelt, in die Innovation und damit in die Zukunft zu investierten“, so Eggimann. mm

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