Finanzplatz Schweiz ist bei Regulierung im Spitzenfeld

17. März 2021 12:38

Zürich - Der Finanzplatz Schweiz ist bei Regulierungsfragen im internationalen Vergleich weit vorne. Dies zeigt der neue Regulierungsindex des Swiss Finance Institute. Die Schweiz belegt darin den vierten Platz.

Das Swiss Finance Institute (SFI) hat erneut seinen Regulierungsindex veröffentlicht. Darin vergleicht es die Stärken und Schwächen von 31 internationalen Finanzplätzen hinsichtlich ihres Regulierungsstandards.

Die Schweiz belegt den vierten Platz in der Rangliste. Damit liegt sie „knapp“ hinter Finnland, Schweden und Dänemark, schreibt das SFI in einer Medienmitteilung. Hinter der Schweiz folgen Estland, Grossbritannien und Kanada.

Laut SFI stehen die globalen Finanzplätze in einem harten Konkurrenzkampf. Dabei sei die Grösse kein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal mehr. Viel wichtiger sei, inwiefern Transparenz- und Compliance-Vorgaben umgesetzt würden. Hierbei spielen laut SFI unter anderem das allgemeine politische und regulatorische Umfeld eines Landes, die Struktur und Effizienz der Unternehmensführung, der Umfang und die Qualität der Dienstleistungen der Finanzinstitute und die Sicherheit der Bankinstitute ebenso eine Rolle wie deren Bemühungen, Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.

„Besonders erfreulich ist der Umstand, dass der Schweizer Finanzplatz seinem guten Ruf in Bezug auf Regulierungsfragen unverändert gerecht wird", lässt sich Professor Steven Ongena von der Universität Zürich zum Index zitieren. Ongena hat bei der Erstellung des Index mitgewirkt.

Dr. Markus P.H. Bürgi, CFO des Swiss Finance Institute, hebt zudem hervor, dass die EU „grosse Fortschritte bei der Umsetzung des Basel III-Rahmenwerks gemacht hat“. Das Basel III-Rahmenwerk beinhaltet ergänzende Empfehlungen zu den im Jahr 2004 beschlossenen Eigenkapitalanforderungen (Basel II) für Banken, welche die Finanzwelt stabiler machen sollen. ssp

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