Finalisten für den Umweltpreis stehen fest

02. Juli 2020 13:58

Luzern - Drei Pioniere der nachhaltigen Wirtschaft bewerben sich um den Umweltpreis. Eberhard ist ein Pionier der Wiederverwendung von Bauschutt, Kitro verringert den Lebensmittelabfall von Restaurants, Pickwings macht die Logistik effizienter. Der Preis wird am 17. September verliehen.

Eberhard, Kitro und Pickwings sind die drei Finalisten des Umweltpreises der Wirtschaft. Aus der Sicht der Jury spielen sie in ihren Branchen eine Pionierrolle der nachhaltigen Wirtschaft. Die Schweiz brauche solche Unternehmen, „weil Veränderungen mit Leuchttürmen beginnen, an denen man sich orientieren kann“, wird Jurypräsidentin Doris Leuthard in einer Mitteilung zitiert. 

Die Eberhard Bau AG hat eine Antwort auf die grossen Mengen von Bauschutt entwickelt: Das Unternehmen mit Sitz in Kloten ZH ist seit anderthalb Jahrzehnten einer der Pioniere der Wiederverwendung von bereits genutzten Baumaterialien.

Auch in der Gastronomie fallen viele Abfälle an. Angesichts der niedrigen Margen in der Branche scheinen sie sich kaum verringern zu lassen. Kitro mit Sitz in Renens VD hat ein digitales Instrument entwickelt, mit dem zumindest grössere Restaurants, Hotelküchen und Kantinen ihre Lebensmittelabfälle verringern können. 

Die Logistik ist ein grosser Emittent von CO2 und steht ebenfalls unter einem Margendruck. Pickwing mit Sitz in Baar ZG hat eine Plattform entwickelt, mit der Warenversender und Transportfirmen in Echtzeit miteinander verbunden werden. Das Liefernetzwerk kann bereits auf rund 6000 Lastwagen zurückgreifen.

Der Umweltpreis wird am 17. September an der Veranstaltung CE2 - Circular Economic Entrepreneurs in Interlaken verliehen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 25‘000 Franken und kann sich an der SHIFT Switzerland 2021 präsentieren. 

Der Preis wird von der Schweizerischen Umweltstiftung und dem Verein Go for Impact getragen. „Taten statt Worte sind essenziell, um zukunftsorientierte Lösungen zu schaffen – und damit Unternehmergeist und   Umweltbewusstsein zu vereinen“, wird Cédric Habermacher, Direktor der Schweizerischen Umweltstiftung, in der Mitteilung zitiert. stk

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