Ex-EU-Kommissarin berät Numbrs

20. September 2019 14:13

Zürich - Das Start-up Numbrs will sich nach der Entwicklungsphase nun vermehrt auf das Wachstum konzentrieren. Dafür wird die Führungsstruktur neu aufgestellt. Unter anderem wird Viviane Reding, ehemalige Vizepräsidentin der EU-Kommission, in den Beirat berufen.

Numbrs entwickelt eine App, mit der Nutzer all ihre Bankkonten verwalten können. Das Start-up aus Zürich hat zuletzt in einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Dollar eingenommen und gehört seither zu den wenigen Fintech-Einhörnern aus Europa. Als Einhörner gelten Jungunternehmen mit einer Bewertung von über 1 Milliarde Dollar.

Nach einer intensiven fünfjährigen Entwicklungsphase wolle sich das Unternehmen nun vermehrt auf Wachstum konzentrieren, wie CEO und Gründer Martin Saidler, in einer Mitteilung erklärt. Dafür sollen die Entscheidungsprozesse und die Führungsstruktur neu aufgestellt werden.

Die Wechsel betreffen sowohl den Verwaltungsrat und als auch den Beirat. Unter anderem wird Finanzchef Daniel Müller das Unternehmen verlassen. Seine Aufgaben werden zunächst vom Team in der Finanzabteilung übernommen. Weiter wechselt Marketingchef Fynn Kreuz in den Verwaltungsrat. Zuvor ist es im Verwaltungsrat zu zwei Austritten gekommen. Neu sitzt ausserdem Viviane Reding, ehemalige Vizepräsidentin der EU-Kommission, im Beirat von Numbrs. Die Luxemburgerin war dort erst für die Kultur und dann für die Informationsgesellschaft zuständig gewesen.

„Ein echter europäischer Binnenmarkt für digitale Produkte und Dienstleistungen, der zum Nutzen aller EU-Bürger gestaltet wird, war über lange Jahre eines der zentralen Anliegen meines politischen Wirkens“, wird Reding zitiert. „Die Numbrs-App hat noch ein grosses europäisches wie auch internationales Wachstumspotenzial und ich trage gerne meinen Teil zu dessen Realisierung bei.“  ssp

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