Europa verabschiedet sich von industrieller Landwirtschaft

08. September 2022 12:55

Birmensdorf ZH - Alle europäischen Landwirtschaften stehen vor Herausforderungen wie Klimawandel, Umwelt- und Tierschutzpolitik sowie Alterung der Landbevölkerung. Eine internationale Studie mit Beteiligung der WSL hat die Megatrends in Europa untersucht.

Eine von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mitgeleitete Studie hat laut einer Medienmitteilung die Megatrends in den Landwirtschaften für ganz Europa untersucht. Alle stehen vor Herausforderungen wie Klimawandel, Umwelt- und Tierschutzpolitik sowie die Alterung der Landbevölkerung.

Ein Team von Forschenden der WSL, von Agroscope und der Vrije Universiteit Amsterdam (VUA) hat die Methoden der Zukunftsforschung angewandt, vier Megatrends in der Landwirtschaft Europas identifiziert und analysiert und in Kartenform dargestellt. „Unsere Arbeit zeigt, wo der Druck, Entscheidungen fällen zu müssen, am grössten ist“, wird Erstautor Niels Debonne von der VUA zitiert, der zum Studienzeitpunkt an der WSL geforscht hat.

Einer dieser grossen Trends ist die Abkehr von der industriellen Landwirtschaft, dem Produktivismus. Er stellt die Produktion grosser Mengen günstiger Nahrungsmittel in den Vordergrund. Dagegen geht der Trend - wie in der Schweiz -  hin zu einer Landwirtschaft, die gesunde Nahrungsmittel produziert und Umwelt, Tierwohl und Landschaftsbild schont.

Die drei anderen Megatrends sind der Klimawandel, die Alterung der Landbevölkerung und strengere Umweltgesetze. Die Schweiz scheine mehrheitlich gut gewappnet zu sein, heisst es bei der WSL. Sie ist Vorreiterin bei der biologischen Landwirtschaft. So weise der Kanton Graubünden europaweit einen der höchsten Anteile an Bioproduktion auf. Die Schweiz habe auch ein überraschend junges Landwirtschaftspersonal. Auf fünf ältere Bauern (55 Jahre und älter) kommt ein junger (unter 35). In Portugal oder Spanien sei dieses Verhältnis 15 zu eins. „Das ist gut, denn jüngere Bauern können etwas offener sein, wenn es um nachhaltige Produktionsweisen geht“, wird Debonne zitiert. gba 

circular economy news 20.09.2022

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