EU unterstützt effizientere Schweizer Solarmodule

05. September 2019 14:08

Lausanne - Die Solartechnologie des Lausanner Start-ups Insolight soll die Ausbeute von Photovoltaikanlagen um rund 50 Prozent steigern. Die EU finanziert nun den Bau einer Pilotfertigung mit 10,6 Millionen Euro.

Die Technologie der 2017 gegründeten Insolight mit Sitz in Lausanne erlaubt es, Photovoltaikmodule mit einem tatsächlichen Wirkungsgrad von über 29 Prozent zu erzielen. Das sind rund 50 Prozent mehr als heutige marktgängige Module, die einen Wirkungsgrad von bis zu 20 Prozent aufweisen. Das optische System von Insolight erfasst die Lichtstrahlen, die im Laufe des Tages aus unterschiedlichen Richtungen kommen, und konzentriert sie auf hochleistungsfähige Zellen. Dank dieser Konzentration können die Module auch bei bedecktem Himmel Strom erzeugen. 

Die Module wurden bereits an verschiedenen Orten in Europa getestet. Nun will ein Konsortium von 15 europäischen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen die Technologie auf den Markt bringen. „Wir sind dabei, die einzelnen Komponenten zu optimieren, um die Massenproduktion der Module zu vereinfachen und eine Lebensdauer von 25 Jahren zu gewährleisten“, wird Insolight-CEO Laurent Coulot in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. „Parallel dazu entwickeln wir die wichtigsten Montageschritte und konstruieren das nötige Zubehör.“

Das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Neuenburg leitet das Konsortium. „Dieses Produkt bietet uns die Möglichkeit, die europäische Branche der Hochleistungsphotovoltaik wieder zu dynamisieren“, wird Christophe Ballif, Direktor des Photovoltaik-Zentrums des CSEM, zitiert. Ballif wird auch für die erste Pilotfertigungslinie zuständig sein. 

Die EU unterstützt das Projekt Hiperion nun im Rahmen von Horizon 2020 mit 10,6 Millionen Euro. Aus der Schweiz sind ausserdem die Sonceboz SA aus dem Berner Jura und die 3S Solar Plus AG aus Thun BE an dem Projekt beteiligt. stk

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