EU und Singapur beseitigen Zollschranken

21. November 2019 15:24

Brüssel - Das Freihandelsabkommen der EU mit Singapur ist am Donnerstag in Kraft getreten. Damit werden die Zölle auf alle Warenexporte aus der EU in den Stadtstaat beseitigt und der Handel mit Dienstleistungen erleichtert.

Die EU erweitert ihr Netz von Freihandelsabkommen. Wie die EU-Kommission in einer Mitteilung schreibt, ist am Donnerstag das Abkommen mit Singapur in Kraft getreten. Damit werden alle Zölle auf EU-Warenexporte nach Singapur aufgehoben. Das Abkommen beseitigt auch nichttarifäre Handelshemmnisse. So werden EU-Sicherheitstests für Autos künftig auch in Singapur angewandt. Auch viele Sicherheitstests für Elektrogeräte sollen künftig in Singapur angewandt werden. Das Abkommen erleichtert es zudem Dienstleistern aus der EU, in Singapur tätig zu werden, etwa im Bereich der Telekommunikation, Umwelt- und Ingenieurdienstleistungen und im Seetransport.

Das Abkommen solle den Handel ankurbeln und Unternehmen und Verbrauchern in beiden Wirtschaftsräumen zugute kommen, wird EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in der Mitteilung zitiert. „In einer Zeit, wenn die Grundlagen für einen offenen und regelbasierten Handel in Frage gestellt werden, brauchen wir solche Abkommen mehr denn je.“ Die EU verfüge nun über 42 Handelsabkommen mit 73 Partnern, laut Malmström das grösste Handelsnetz der Welt.

Das Freihandelsabkommen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) mit Singapur ist bereits Anfang 2003 in Kraft getreten. Es hob ebenfalls alle Zölle auf Waren auf und erleichterte den Handel mit Dienstleistungen sowie Investitionen. Insgesamt verfügt die EFTA über 29 Freihandelsabkommen mit 40 Ländern ausserhalb der EU. Die Schweiz hat darüber hinaus auch bilaterale Freihandelsabkommen mit China und Japan abgeschlossen. stk

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