EU-Staaten wollen mehr Kreislaufwirtschaft

07. Oktober 2019 14:32

Brüssel - Die EU-Staaten haben die EU-Kommission aufgefordert, einen neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vorzulegen. Dieser Plan soll sich auf Schlüsselsektoren wie Textil, Verkehr, Ernährung und das Bauwesen konzentrieren. 

Die EU leitet das nächste Kapitel im Übergang von der linearen zur Kreislaufwirtschaft ein. Der EU-Rat als Vertretung der Mitgliedstaaten hat am Freitagabend Schlussfolgerungen zum Thema „Mehr Kreislaufwirtschaft – Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft“ angenommen. Darin fordert er die EU-Kommission auf, einen neuen Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft vorzulegen. Dieser solle Massnahmen enthalten, um die gesamte Wertschöpfungskette kreislaufgerecht zu machen.

Der EU-Rat verweist dabei namentlich auf das Bauwesen und die Infrastruktur. Der Abraum von abgerissenen Gebäuden und Infrastrukturen mache ein Drittel der Abfälle aus. Renovierungen und neue kreislauffähige Gebäude und Infrastrukturen könnten daher eine grosse Rolle im Übergang zu einer grünen Wirtschaft spielen, schreibt der EU-Rat. 

Die Nahrungsmittelwirtschaft solle bis 2030 ihre Nahrungsmittelverschwendung halbieren. Die Textilwirtschaft solle den bisher niedrigen Anteil wiederverwerteter Textilien erhöhen. 

Der EU-Rat fordert zudem mehr Massnahmen im Bereich der Kunststoffe. So sollten mehr Kunststoffprodukte wiederverwendbar oder wiederverwendet werden. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sollten zudem innovative Technologien für die Wiederverwertung von Kunststoffen unterstützen.

Der neue Aktionsplan ergänzt die europäische Plastikstrategie, welche die EU kürzlich verabschiedet hat. Diese verbietet einen ganze Reihe von Einwegplastiken und verlangt, dass alle Plastikverpackungen bis 2030 wiederverwertbar werden müssen. stk

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