ETH zeichnet nachhaltige Verbundwerkstoffe aus

13. Oktober 2021 11:48

Zürich - Die erstmals rezyklierbaren Faserverbundwerkstoffe des Teams um Professor Paolo Ermanni haben den Spark Award 2021 der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) gewonnen. Mit diesem Preis würdigt die ETH ihre innovativste und wirtschaftlich aussichtsreichste Erfindung des Jahres.

Die ETH hat ihren diesjährigen Spark Award an das Team um Paolo Ermanni, ETH-Professor am Departement für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, verliehen. Gemeinsam mit Christoph Schneeberger, Nicole Aegerter, Shelly Arreguin und Professor Joanna Wong hat er ein Verfahren entwickelt, mit dem sich nachhaltige Faserverbundwerkstoffe erstmals kostengünstig herstellen lassen. Mit diesem Preis würdigt die ETH zum zehnten Mal ihre innovativste und wirtschaftlich aussichtsreichste Erfindung des Jahres.

Wie Ermanni in einem Präsentationsvideo für den Spark Award erklärt, sei neben den hohen Herstellungskosten bisheriger Verbundwerkstoffe deren Achillesferse gewesen, dass sie schwierig oder gar nicht rezyklierbar sind. Mit dem neuen Verfahren sind sie es nun erstmals. „Vielleicht hat mit Blick auf den Klimawandel die Nachhaltigkeit unseres Ansatzes den Ausschlag gegeben“, wird Ermanni in einer Medienmitteilung der ETH zitiert.

Gedacht sei dieser Werkstoff vor allem für die Herstellung grossformatiger Bauteile, die leicht und zugleich höchst belastbar sein müssen wie etwa Rotorblätter von Windkraftanlagen oder Flugzeugteile. „Unser Verfahren ist skalierbar und eignet sich daher für die Massenproduktion“, so Schneeberger. Deshalb haben er, Aegerter und Ermanni bereits das Projekt Antefil Composite Tech gegründet. Im nächsten Schritt soll es in eine Ausgründung der ETH überführt werden. mm

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