ETH und EPFL lancieren helpfulETH

08. April 2020 12:38

Zürich/Lausanne - Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen haben helpfulETH ins Leben gerufen. Diese Initiative bietet Spitälern und anderen Institutionen des Gesundheitswesens Lösungen für Probleme an, die sich durch die Corona-Krise ergeben.

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) haben eine gemeinsame Forschungsinitiative lanciert. Sie trägt den Namen helpfulETH. Diese Initiative entwickelt rasch Lösungen für Probleme aus dem Gesundheitssektor, die sich durch die aktuelle COVID-19-Pandemie stellen.

Die angebotenen Leistungen beziehen sich auf medizinisches Gerät und andere technische Ressourcen. Zudem umfassen sie Informationstechnologie und Daten- und Risikoanalyse. Auch bei Schwierigkeiten hinsichtlich des Managements von Lieferketten springt das Team bei. Mitarbeitende aus dem Gesundheitssektor können auf einer eigens geschaffenen Internetseite ihr Problem beschreiben.

„Eine Bedingung ist, dass die Personen, die ein Bedürfnis anmelden, von ihrem Betrieb offiziell beauftragt wurden, das heisst, ein Mandat haben, Lösungen innerhalb ihrer Organisation zu testen und umzusetzen“, wird Stephan Fox in einer Mitteilung der ETH zitiert. Er ist Leiter des Feasiblity Lab for Healthcare Innovation der ETH, in dem die Idee für diese Hilfeleistung entstand. Es wurde im Januar gegründet. Jetzt zielen die Projekte darauf ab, „für die aktuellen Bedürfnisse innerhalb von Tagen oder Wochen eine Lösung zu finden“, erklärt Mirko Meboldt, Professor für Produktentwicklung und technisches Design.

Mitgründer Detlef Günther, ETH-Vizepräsident für Forschung, knüpfte Kontakt zu seinem Amtskollegen von der EPFL. „Es war uns sofort klar, dass wir mehr erreichen können, wenn wir unsere Anstrengungen bündeln“, so Günther. In Lausanne werden die Aktivitäten von David Atienza Alonso, Leiter des Labors für eingebettete Systeme (ESL) an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, verantwortet. „Es können sich aber auch weitere Universitäten beteiligen“, betont Günther.

Momentan arbeitet das Team an einem guten Dutzend Projekte. „Wir können noch Verstärkung brauchen“, sagt Fox. Er ruft alle, die sich mit ihrer Expertise beteiligen wollen, dazu auf, sich über die Internetseite der COVID-19-Taskforce zu melden. mm

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