ETH sucht Wege zur emissionsfreien Schifffahrt

29. Oktober 2019 13:38

Zürich - Im Auftrag eines deutschen Reeders forscht die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) an Möglichkeiten für eine emissionsfreie Schifffahrt. Potenziale sehen sie in Elektromotoren, Brennstoffzellen und Ammoniak. Ein Runder Tisch soll Reeder zu Pilotprojekten animieren.

Am Departement für Management, Technologie und Ökonomie (MTEC)  der ETH wird an möglichen Wegen in eine emissionsfreie Schifffahrt geforscht, informiert die ETH in einer Mitteilung. Den Auftrag bekamen die Wissenschaftler von Christian Oldendorff, Miteigentümer der deutschen Reederei Nord. Für die Umsetzung konzentrieren sich die Forscher auf die Nord- und Ostseeregion. Hier könnten Lösungsansätze auf kleinem Raum getestet werden, schreibt die ETH.

Das grösste Potenzial sehen die Forscher dabei in Antrieben wie Elektromotoren, Brennstoffzellen und mit Ammoniak betriebenen Motoren, heisst es in der Mitteilung. „In der Nordostseeregion werden auf kurzen Strecken bereits elektrisch betriebene Schiffe eingesetzt, was Sinn macht“, wird Forschungsleiterin Petrissa Eckle dort zitiert. Auch der Einsatz von Wasserstoff soll mit ersten Transportschiffen in Kürze getestet werden. Für weiterreichende Forschungen sind die Wissenschaftler jedoch auf Pilotprojekte angewiesen. „Wir brauchen Reedereien, die emissionsfrei angetriebene Schiffe testen“, erläutert Eckle.

Reeder Oldendorff will mit seinem Vorstoss „wichtige Interessengruppen wie Reedereien, Schiffsbetreiber, Investoren und politische Entscheidungsträger hinter einer gemeinsamen Vision für eine nachhaltigere Zukunft der Schifffahrt“ zusammenbringen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In einem ersten Schritt werden dabei am 28. Oktober acht Reeder der Nordostseeregion über die bisherigen Ergebnisse der ETH-Forschungen diskutieren. hs

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