ETH-Professoren erhalten Forschungsgelder aus den USA

12. März 2020 13:12

Zürich - Zwei Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) erhalten aus Amerika Mittel für die Erforschung von Meeresmikroben. Die kalifornische Gordon and Betty Moore Foundation stellt ihnen dafür je 1,5 Millionen Dollar zur Verfügung.

Die beiden ETH-Professoren Jörn Piel und Roman Stocker haben von der renommierten Gordon and Betty Moore Foundation je einen Investigator Award erhalten. Die Auszeichnung der kalifornischen Stiftung wird in Form von Forschungsgeldern vergeben. Sie beläuft sich je auf 1,5 Millionen Dollar. Dieser Preis ermöglicht es den Wissenschaftlern, fünf Jahre lang Symbiosen in Gewässern zu erforschen, an denen Mikroorganismen beteiligt sind. 

Mit der Initiative Symbiosis in Aquatic Systems fördert die Moore Foundation insgesamt 15 individuelle Forschungsprojekte von Wissenschaftlern verschiedener Universitäten. Sie will verstehen, wie symbiotische Beziehungen zwischen Bakterien, einzelligen Algen und Wasserorganismen funktionieren und welche ökologischen Rollen sie spielen.

Das Forschungsvorhaben des Professors für Mikrobiologie Jörn Piel zielt auf marine Schwämme. Dabei interessieren ihn die bioaktiven Substanzen und wie die Bakterien diese synthetisieren. „Solche derzeit schwer zugänglichen Naturstoffe sind potenzielle Kandidaten für neue Antibiotika oder Wirkstoffe für die Krebstherapie“, heisst es in einer Medienmitteilung der ETH.

Roman Stocker, Professor für Umweltingenieurwissenschaften, studiert mithilfe der Forschungsgelder das Zusammenspiel zweier grosser Akteure in der Nahrungskette des Ozeans, Phytoplankton und heterotrophe Bakterien. Denn „die Art und Weise, wie die beiden Winzlinge zusammenwirken, beeinflusst letztlich den Kreislauf von Kohlenstoff und das Klima auf der Erde.“ Für Stocker ist dies bereits der zweite Investigator Award dieser Stiftung. mm

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