EPFL wird EUROfusion-Zentrum für Supercomputer

24. März 2021 13:57

Lausanne - Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) ist als Standort für den Advanced Computing Hub von EUROfusion ausgewählt worden. Dieses Zentrum wird Forschende aus 28 europäischen Ländern unterstützen, die auf dem Gebiet der Fusionsenergie arbeiten.

EUROfusion hat die EPFL als Standort für seinen Advanced Computing Hub gewählt. Das Konsortium von EUROfusion zählt rund 150 Wissenschaftsorganisationen aus 28 europäischen Ländern zu seinen Mitgliedern, darunter die Schweiz als assoziiertes Mitglied. Sie alle widmen sich der Erforschung von Fusionsstrom. Gelänge die Kernfusion im grossen Massstab, stünde CO2-freier Strom in unbegrenzter Menge zur Verfügung.

Das neue Forschungszentrum wird laut einer Medienmitteilung der EPFL von ihrem Swiss Plasma Center geleitet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des EPFL-Instituts für Mathematik, des Instituts SCITAS mit seiner wissenschaftlichen Hochleistungsrechenplattform, des Swiss Data Science Center und des Labors für experimentelle Museologie werden in dem Hub zusammenarbeiten. Und sie werden europäischen Forschenden der Fusionsenergie wissenschaftliche und technische Unterstützung sowie Supercomputing-Kapazitäten bereitstellen.

„Dass wir als Standort für den Advanced Computing Hub ausgewählt wurden, spiegelt unsere anerkannte Expertise in der Fusionstheorie und -simulation wider und verdeutlicht den interdisziplinären Charakter unserer Arbeit“, wird der Leiter des Swiss Plasma Centers, Ambrogio Fasoli, in einer Mitteilung der EPFL zitiert.

Das Forschungsteam wird Computersimulationscodes aktualisieren, die von experimentellen Fusionsreaktoren verwendet werden. Ziel ist es, die hochskalierte Machbarkeit der Kernfusion zu demonstrieren. „Diese Vorhersagen beruhen auf grossangelegten Simulationen, für die die leistungsfähigsten Computer der Welt benötigt werden“, erklärt Paolo Ricci, Professor am Swiss Plasma Center und leitender Wissenschaftler des Hubs.

„Unsere Aufgabe im Advanced Computing Hub wird es sein, bestehende Simulationscodes zu aktualisieren“, erklärt sein Leiter Gilles Fouresty. „So wollen wir möglich machen, dass die Forschenden die neuen Möglichkeiten der kommenden Generationen von Supercomputern voll ausschöpfen können.“ mm

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