EPFL schliesst Tests für Rhône-Damm ab

30. April 2021 10:32

Lausanne - Ein Team von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) hat die Machbarkeitsstudien für den neuen Massongex-Bex-Rhône-Wasser­kraft­damm abgeschlossen. Seine Modelle dienen der Feinabstimmung der Anlage.

Die Ingenieurinnen und Ingenieure der Plattform für Hydraulik-Konstruktionen an der EPFL haben soeben ihre Tests für den neuen Massongex-Bex-Rhône-Wasser­kraft­damm erfolgreich zu Ende geführt. Diese Tests ermöglichen die Feinabstimmung des Anlagen-Designs. Dabei kamen sowohl ein physisches Modell als auch Computersimulationen zum Einsatz.

Dieser sogenannte Proof of Concept wurde im Herbst 2020 von der Firma beauftragt, die das Dammprojekt betreut. Im September 2020 hatten die Kantone Waadt und Wallis die Betriebsgenehmigung für den neuen Staudamm erteilt.

Das massstabsgetreue Modell misst etwa 5 x 14 Meter. Es bildet rund 550 Meter der Rhône vor und nach der Dammanlage nach. Die Tests an diesem Modell dienten der Berechnung der Energieeffizienz. Zudem sollten sie gewährleisten, dass der Damm das umliegende natürliche Ökosystem nicht beeinträchtigt: natürliche Flussschwellen, Sedimente und Fischpopulationen sollen durch die Anlage so wenig wie möglich gestört werden.

„Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass der Damm, die Hochwasserentlastungsanlage, die Druckrohrleitungen und das Abfluss- und Auslasssystem aus hydraulischer Sicht korrekt funktionieren“, wird Bauingenieur und Betriebsleiter der EPFL-Plattform, Giovanni De Cesare, in einer Medienmitteilung zitiert. Anhand der Computersimulationen sei etwa getestet worden, welche Auswirkungen hinzugefügte Verbauungen an den Flussufern hätten.

Der Staudamm soll 2026 in Betrieb gehen. Dann soll er 80 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit können 20'000 Haushalte versorgt werden. mm

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