ENSI sieht Kernkraftwerke gegen Hochwasser gewappnet

22. Februar 2021 15:04

Bern - Die Kernkraftwerke Gösgen und Beznau könnten bei besonders starken Hochwassern über ein Meter unter Wasser stehen. Dennoch sieht das Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) sie ausreichend geschützt. Die Betreiber müssen nun ihre Sicherheitsnachweise aktualisieren.

Extreme Hochwasser an der Aare, wie sie alle 100‘000 Jahre vorkommen, könnten die Kernkraftwerke Gösgen und Beznau um rund 1,1 Meter überfluten. Das geht aus einer Mitteilung des Bundes zur Studie „Extremhochwasser an der Aare“ hervor. Bei Hochwassern, wie sie alle 10‘000 Jahre vorkommen, würde das Gelände von Gösgen 65 Zentimeter unter Wasser stehen, dasjenige von Beznau noch 38 Zentimeter. 

Mit der Studie reagieren die Bundesämter für Umwelt, Energie und Bevölkerungsschutz, MeteoSchweiz und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Diese war im März 2011 durch einen Tsunami ausgelöst worden.

Das ENSI sieht laut einer eigenen Mitteilung die beiden Kernkraftwerke gegen die alle 10‘000 Jahre vorkommenden Hochwasser gewappnet. Es seien aber noch Detailabklärungen zu den Folgen von Ufererosionen nötig. Über die Extremhochwasser, die alle 100‘000 Jahre vorkommen, macht das ENSI dagegen in der Mitteilung keine Aussage. Es will aber nun von den Betreibern der Kernkraftwerke verlangen, ihre Sicherheitsnachweise zu aktualisieren.

Extreme Hochwasser können auch andere kritische Infrastrukturen gefährden. So stände das Gelände des Bahnhofs Olten im schlimmsten Fall über 3 Meter unter Wasser. stk

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