ENSI passt Alterungsmanagement von Kernkraftwerken an

18. Oktober 2019 11:29

Brugg AG - Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der European Safety Regulators Group hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) einen Aktionsplan für die Verbesserung der Altersüberwachung der Schweizer Kernkraftwerke erstellt. Er soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Die Schweizer Kernkraftwerke und das ENSI nehmen seit 2017 „an einem internationalen Überprüfungsprozess der European Nuclear Safety Regulators Group (ENSREG) der Europäischen Kommission teil, informiert das ENSI in einer Mitteilung. Mit den Überprüfungen soll das Alterungsmanagement der europäischen Kernkraftwerke überprüft und bei Bedarf  verbessert werden.

Im 2018 erstellten Bericht hat die ENSREG einige Verbesserungsmassnahmen identifiziert, die vom ENSI in einen Schweizer Aktionsplan aufgenommen wurden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Danach wird das ENSI seine Richtlinie ENSI-B02 über die periodische Berichterstattung der Kernanlagen überarbeiten. Zudem soll der Umfang der Altersüberwachungsprogramme erweitert und in die Richtlinie ENSI-B01 aufgenommen worden. In dieser Richtlinie sollen unter anderem „konkrete Vorgaben für die Alterungsüberwachung nicht zugänglicher Rohrleitungen“ festgelegt werden, erläutert das ENSI. Die in der Richtlinie festgeschriebenen Vorgaben müssen von den Schweizer Kernkraftwerken umgesetzt werden.

Das ENSI will den für Aktualisierungen offenen Schweizer Aktionsplan in den kommenden Jahren umsetzen. Die ENSREG soll 2023 über den Stand der Umsetzung informiert werden. hs

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