Die Anlagen von Enespa wandeln Kunststoffabfälle in Rektoren in Paraffinöl um. Bild: zVg/Enespa

Enespa sucht weitere Investoren

21. September 2020 11:39

Appenzell - Enespa nimmt in den kommenden Monaten die Produktion von Paraffinöl aus Kunststoffabfällen auf. Auf den ersten Standort im sächsischen Spreetal sollen bis zu 40 weitere folgen. Dafür sucht der Wiederverwerter von Kunststoffen weitere Investoren.

Die Enespa AG mit Sitz in Appenzell hat eine Lösung entwickelt, mit der Paraffinöl aus gemischten Kunststoffabfällen hergestellt werden kann. Dabei können durch Thermolyse aus 1000 Kilogramm Kunststoffabfall 890 Kilogramm Paraffinöl gewonnen werden. Das dabei freigesetzte Gas wird verstromt und betreibt die Anlage. Enespas Technologiepartner, die Biofabrik Technologies GmbH in Dresden, beginnt derzeit mit der Serienproduktion der modular aufgebauten Anlage, heisst es in einer Enespa-Mitteilung. 

Die ersten fünf Module sollen in den nächsten Monaten auf dem Gelände des Industrieparks Schwarze Pumpe im sächsischen Spreetal die Produktion aufnehmen. Hier sollen bis zu 60‘000 Tonnen Kunststoff pro Jahr zu Paraffinöl verarbeitet werden. Dieses kann als Grundstoff für die Herstellung neuer Kunststoffgranulate verwendet werden.

Weitere Standorte sind an solchen Thermolyseanlagen für die Verarbeitung von Kunststoffabfällen interessiert. Um den Bau dieser Anlagen zu finanzieren, sucht Enespa derzeit weitere Investoren. Die Zeichnungsfrist für 150‘000 Aktien zu 14,50 Franken läuft bis Ende Monat. Ausserdem hat Enespa über ihre Tochter in Liechtenstein eine Obligationsanleihe begeben.

Enespa strebt den Betrieb von 40 Anlagen an. Die Einnahmen stammen gleich aus zwei Quellen, zum einen den Entsorgungsgebühren für den Kunststoff, zum anderen dem Verkauf des Paraffinöls. stk

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