Der Reaktor ist das Herz» des Recyclingmoduls. Hier werden der gemischte Kunststoffabfall unter Sauerstoffausschluss auf 400 Grad erhitzt und die Kunststoffmoleküle in die Grundbausteine gecrackt. Bild: zVG/Enespa

Enespa-Lösung wird erstmals in England eingesetzt

26. Oktober 2020 12:57

Appenzell - Enespa hat eine Anlage entwickelt, die Paraffinöl aus gemischten Kunststoffabfällen herstellt. Nun hat Enespas Technologiepartner Biofabrik das erste Modul nach England ausgeliefert. Im kommenden Jahr wird die Produktion deutlich erweitert.

Bei der Lösung von Enespa wird Paraffinöl aus gemischtem Kunststoffabfall hergestellt. Das Paraffinöl kann als Grundstoff für die Herstellung neuer Kunststoffgranulate verwendet werden. Bei dieser Thermolyse entsteht Gas, welches die Anlage betreibt. Ziel ist die Produktion von 890 Kilogramm Paraffinöl aus 1000 Kilogramm Kunststoffabfall pro Tag und Modul. Der Technologiepartner von Enespa, die Biofabrik Technologies GmbH aus Dresden, hat nun eine erste Anlage mit einer Kapazität von 250 Kilogramm Kunststoffabfall pro Tag nach England ausgeliefert, wie einer Mitteilung des Unternehmens aus der St.GallenBodenseeArea zu entnehmen ist.

Parallel zu dieser Auslieferung startet zudem die Serienproduktion bei der Nürmont Installations GmbH in Nürnberg. Dabei werden zunächst zehn Module mit einer Kapazität von je 1000 Kilogramm Kunststoffabfall pro Tag hergestellt. Enespa wird mit den Abnahmetests bereits im November beginnen und erwartet die vollständige Produktionsaufnahme Anfang 2021.

Damit wird Enespa laut der Mitteilung „das erste Unternehmen sein, welches das Recyclen von gemischten Kunststoffabfällen mit der Thermolysetechnologie im industriellen Massstab betreiben wird“. Das Unternehmen hat die Produktion der Module ausgelagert, um sich selbst auf die Entwicklung von Standorten und den Betrieb der Anlagen zu konzentrieren. jh

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