Energiedienst legt Power-to-Liquid-Projekt auf Eis

07. Februar 2020 13:34

Laufenburg AG - Energiedienst gibt sein in Laufenburg geplantes Power-to-Liquid-Projekt auf. Stattdessen will der schweizerisch-deutsche Energiedienstleister sich auf Konzepte für den wirtschaftlichen Einsatz von Wasserstoff konzentrieren.

Im Power-to-Liquid-Projekt sollte „durch Elektrolyse aus Wasser mit Hilfe von Ökostrom Wasserstoff erzeugt werden, der mit Kohlenstoffdioxid angereichert zu synthetischem Diesel und Wachsen umgewandelt wird“, erläutert Energiedienst in der entsprechenden Mitteilung. Nun hat der schweizerisch-deutsche Energiedienstleister beschlossen, die auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Laufenburg geplante Anlage zumindest vorerst nicht zu realisieren. Die beiden Projektpartner, Audi und Ineratec, wollten das Projekt aber „mit einem neuen Partner aus der Energiebranche an einem anderen Standort in der Schweiz“ weiterführen, heisst es in der Mitteilung. Energiedienst selbst „schliesst nicht aus, das Thema Power-to-Liquid zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen“.

Derzeit will der Energiedienstleister sich aber auf seinen Beitrag zum Ideenwettbewerb Reallabore der Energiewende konzentrieren. Energiedienst gehört zu den 20 Gewinnern des vom deutschen Bundeswirtschaftsministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs, bei dem „Konzepte für den wirtschaftlichen Einsatz von Wasserstoff in einem regionalen Gebiet“ erforscht und umgesetzt werden sollen, heisst es in der Mitteilung.

Das Reallabor von Energiedienst baue dabei „auf der Power-to-Gas-Anlage auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Wyhlen“ auf, erläutert Energiedienst weiter. „Nach unserer Ansicht liegen auch in der direkten Nutzung des Wasserstoffs grosse Chancen, um klimaneutrale Mobilität voranzutreiben“, wird Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, in der Mitteilung zitiert. hs

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