Energie-Stiftung fordert höhere Ausbauziele bei Erneuerbaren

17. Juni 2021 14:46

Zürich - Die Schweiz drohe den Anschluss bei der Produktion von Sonnen- und Windenergie zu verlieren, warnt die Schweizerische Energie-Stiftung. Sie fordert die Politik zum Handeln auf. Konkret sollen die Ausbauziele für Erneuerbare erhöht werden.

Der Norden laufe der Schweiz den Rang bei Photovoltaik und Windkraft ab, schreibt die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) in einer Mitteilung. Sie stützt sich dabei auf eine von ihr angefertigte Kurzstudie, in der die Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie in der Schweiz, den 27 EU-Staaten und Grossbritannien verglichen wird. Dabei lande die Schweiz auf Platz 24, informiert die SES.

Bei der Windenergie und teilweise auch bei der Solarenergie werde das Land von Ländern des Nordens abgehängt, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Beispiel wird in der Mitteilung Dänemark genannt. Dort würden 54 Prozent des Stromverbrauchs aus Photovoltaik und Windkraft gedeckt. Der entsprechende Anteil in der Schweiz liege dagegen bei gerade einmal 4,7 Prozent.

Im neuen Energiegesetz müsse daher der Ausbau von Solar- und Windenergie ins Zentrum gestellt werden, fordert die SES. „Im Gesetz müssen insbesondere die Ausbauziele klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen sind“, wird Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien, in der Mitteilung zitiert. „Bis 2035 müssen wir die Jahresproduktion aus neuen erneuerbaren Energien um 35 bis 45 Terawattstunden erhöhen.“

Um dies zu erreichen, müsse die heutige Produktion auf das 12- bis 17-Fache gesteigert werden, schreibt die SES. Die nötige Planungs- und Investitionssicherheit für den Ausbau könne vom Energiegesetz geschaffen werden. hs

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