EMS-Gruppe erzielt Rekordergebnis

07. Februar 2020 14:53

Domat/Ems GR - Die EMS-Gruppe hat 2019 mit 2,15 Milliarden Franken einen leicht niedrigeren Umsatz erzielt. Das Betriebsergebnis erreichte mit 624 Millionen Franken einen neuen Rekord. Dazu hat auch ein umfangreiches Effizienzprogramm beigetragen.

Die EMS-Gruppe spürt die Unsicherheit an den Märkten und die Rezession der Industrie in der EU. Der Nettoumsatz ist um 7,1 Prozent auf 2,153 Milliarden Franken gesunken. Wie Magdalena Martullo, die Delegierte des Verwaltungsrats, an der Jahrespressekonferenz in Zürich erläuterte, haben die Währungseffekte den Nettoumsatz um 2,1 Prozent sinken lassen. Niedrigere Rohstoffpreise hätten den Umsatz ebenfalls sinken lassen, ohne aber auf das Ergebnis durchzuschlagen. Aber auch die gelieferten Mengen seien leicht zurückgegangen.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sei dagegen auf 624 Millionen Franken gestiegen, ein leichter Anstieg gegenüber den bereits rekordhohen 620 Millionen Franken 2018. Mit einem Anteil von 29,0 Prozent am Nettoumsatz weise EMS damit das mit Abstand beste Ergebnis vergleichbarer Unternehmen in der Schweiz aus, sagte Magdalena Martullo. Dazu habe namentlich das Effizienzprogramm beigetragen, das 2018 aufgelegt worden sei. Dieses habe 470 Massnahmen umfasst, mit denen Kosten, Energie und Transporte gesenkt worden seien. 

Auch der Personalbestand sei zurückgegangen. Dies sei aber vor allem auf den Verkauf der EMS-Patvag an die österreichische Hirtenberger im November zurückzuführen. Sie plane keinen Personalabbau, so Martullo. EMS sei schon jetzt schlank aufgestellt.

Das Unternehmen hat 2019 insgesamt 63 Millionen Franken investiert, ein Zuwachs von 4,6 Prozent. Der grösste Teil dieser Investitionen, 83 Prozent, sei in die Schweiz geflossen. So gehe im Februar eine neue Hochtemperaturanlage in Domat/Ems in Betrieb. Seit November werde dort auch eine neue Polymerisation in Betrieb genommen.

Magdalena Martullo ist zuversichtlich, auch im laufenden Jahr das Betriebsergebnis halten zu können. Namentlich der Druck, den CO2-Ausstoss zu senken, komme EMS entgegen. „CO2-Einsparungen sind das Geschäft von EMS. Wir sind da gut positioniert“, sagte sie. „Wir müssen die Chancen nur nutzen.“

Regional sieht sie vor allem in den USA und in China noch Potenzial, sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Medizintechnik. stk

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