Empa entwickelt Satelliten zur CO2-Überwachung mit

25. Februar 2020 12:06

Dübendorf ZH - Ab 2025 sollen Satelliten die CO2-Emissionen aus dem All überwachen. Die Empa arbeitet mit der Europäischen Weltraumorganisation daran, dass diese Messungen natürliche von menschengemachten Emissionen unterscheiden können.

Die Europäische Union entwickelt gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) derzeit ein System zur Überwachung der CO2-Emissionen. Laut einer Medienmitteilung ist die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) dabei in die CO2M-Satellitenmission involviert. Die ESA plant, 2025 die ersten CO2M-Satelliten ins All zu schicken. Sie sollen mithilfe spektroskopischer Messungen globale Karten der atmosphärischen CO2-Konzentrationen erstellen. So lasse sich bestimmen, welche Industrieanlagen, Städte und Länder wieviel CO2 ausstossen. Diese Messungen würden die derzeitigen Unsicherheiten bei der Schätzung der CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe verringern. 

„Wir konnten der ESA verschiedene Empfehlungen für die Ausstattung der Satelliten geben“, so Gerrit Kuhlmann von der Empa-Abteilung Luftfremdstoffe/Umwelttechnik. Sein Team regte an, zusätzlich zum CO2-Gehalt auch Stickstoffoxid (NO2) zu detektieren. Denn anders als bei der natürlichen Atmung der Biosphäre entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas nicht nur CO2, sondern auch NO2. Ein zusätzliches NO2-Messinstrument sollte also in der Lage sein, anthropogene CO2-Signale herauszufiltern.

Aufwändige und erfolgreiche Simulationen wurden auf dem schnellsten Hochleistungsrechner Europas, dem „Piz Daint“ am Schweizer Rechenzentrum CSCS in Lugano, durchgeführt. Die Empfehlung für den Einbau eines zusätzlichen NO2-Messinstruments wurde bereits in die Planung der neuen Satelliten aufgenommen. mm

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