Ein Viertel der KMU rechnet mit grossen Einbussen

24. März 2020 11:51

Baar ZG - 25 Prozent der Schweizer KMU rechnen durch die Corona-Krise mit tiefgreifenden Verlusten. Ein Drittel stellt sich auf kleine Umsatzeinbussen ein. Kurzarbeit hat bereits ein Fünftel beantragt. Das ergab eine Blitzumfrage von Visable unter 208 Unternehmen.

Visable belegt mit ersten Zahlen, wie hart Schweizer KMU von den Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus getroffen werden. Die Betreiber der Online-B2B-Plattform „Wer liefert was“ haben in einer Blitzumfrage in der vergangenen Woche 208 Unternehmen befragt. 

Demnach rechnet ein Drittel der KMU mit kleinen Umsatzeinbussen, ein Viertel sogar mit enormen Verlusten. Die Hauptursache für die Umsatzeinbussen sei die starke Verunsicherung der Kunden, so Visable in einer Medienmitteilung. 71 Prozent der Befragten hätten dies als Grund genannt. Auch die um 10,6 Prozent gestiegenen Krankheitsfälle stellten eine Herausforderung dar.

Über die Hälfte der KMU (53,4 Prozent) gaben an, dass es seitens der Kunden weniger Nachfrage gibt und die Aufträge zurückgehen. Jedes fünfte Unternehmen stellt bereits auf Kurzarbeit um oder stoppt die Anstellung neuer Mitarbeitender. Lediglich 4,3 Prozent reagieren schon mit Entlassungen. 43,8 Prozent haben Home Office angeordnet. 40,4 Prozent verzichten auf Geschäftsreisen. Knapp ein Viertel (24,5 Prozent) klagt über Lieferengpässe bei der Beschaffung. Diese spüren KMU vor allem in Europa (22,1 Prozent), aber auch in China (17,3 Prozent).

Mit der Ausbreitung des Corona-Virus habe sich auch das Suchverhalten auf den Online-B2B-Marktplätzen von Visable verändert. So seien vor dessen Ausbruch etwa auf „Wer liefert was“ die Suchbegriffe „Maschinenbau“ und „CNC Fräsmaschinen“ die am häufigsten eingegebenen Suchbegriffe gewesen. Seit Mitte Februar seien sie durch „Atemschutzmasken“, „Einwegmundschutzmasken“ und „Desinfektionsmittel“ abgelöst worden.

„Viele Unternehmen müssen sich momentan nach anderen Zulieferern umsehen. Visable unterstützt seine Kunden auch in diesen Zeiten mit digitalen Lösungen für Marketing und Vertrieb“, so Visable-CEO Peter F. Schmid. „Digitale Lösungen für industriell tätige Unternehmen waren noch nie so wichtig wie heute.“ mm

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