Edeka verzichtet bei Gurken auf Plastik

09. September 2019 14:50

Hamburg - Der Edeka-Verbund verkauft Salatgurken künftig unverpackt. Die deutsche Einzelhandelskette will damit 94 Tonnen Plastik pro Jahr sparen.

Der Edeka-Verbund will seinen Verbrauch von Plastik für Verpackungen verringern. Wie er in einer Mitteilung schreibt, will er Salatgurken nur noch unverpackt verkaufen. Das betrifft sowohl konventionelle als auch biologisch angebaute Gurken. Damit sollen 94 Tonnen Plastikverpackung vermieden werden. Tomaten sollen zunehmend lose oder in Kartonschalen verkauft werden. Bereits jetzt konnten 5,4 Millionen Plastikschalen für Tomaten durch Kartonschalen ersetzt werden.

Edeka bezieht auch die Verbraucher in den Verzicht auf Plastikmüll ein. So konnten innerhalb von dreieinhalb Jahren 100 Millionen Plastikbeutel eingespart werden, weil die Verbraucher auf Mehrwegnetze ausgewichen waren. 

Im Pilotmarkt Edeka Jensen in Büsum geht das Unternehmen noch weiter. Dort werden an den Frischtheken für Fleisch und Wurst Mehrwegboxen angeboten. Bereits 2000 dieser wiederbefüllbaren Dosen werden bereits genutzt.

„Wir setzen an drei Hebeln an: Da wo es möglich ist, verzichten wir auf Plastik. Gleichzeitig fördern wir Mehrweglösungen und erhöhen drittens den Anteil an recycelten Materialien“, wird Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka-Zentrale, in der Mitteilung zitiert. „Wir wollen aber auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass jeder Einzelne beim Einkauf die Wahl hat.“

Dem Edeka-Verbund gehören in Deutschland 3700 selbständige Kaufleute an. Sie betreiben 11.300 Supermärkte und beschäftigen 376.000 Mitarbeitende. stk

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