economiesuisse will Kosten der Krise möglichst tief halten

30. April 2020 13:21

Zürich - Der Wirtschaftsverband economiesuisse begrüsst das Vorgehen des Bundes bei der Wiedereröffnung. Nun gelte es, die Zeit der „begrenzten Normalität“ richtig zu verwalten und eine rasche Erholung zu fördern. Ein zweiter Teil-Lockdown müsse verhindert werden.

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, dass ab dem 11. Mai Läden, Märkte, Gaststätten, Bibliotheken und Museen wieder öffnen dürfen, wenn sie über ein Schutzkonzept verfügen. Ausserdem hat er Rettungsmassnahmen für die Luftfahrt beschlossen. Der Wirtschaftsverband economiesuisse begrüsst diese Entscheide. Er fordert das Parlament auf, sich in der Mai-Session ebenfalls hinter die Notmassnahmen zu stellen.

Für das weitere Vorgehen hat der Verband einen Massnahmenplan erarbeitet. In diesem spricht er von einer längeren Phase der „begrenzten Normalität“, die nun kommen werde. Es sei wichtig, diese Phase „zwecksmässig zu verwalten“. Dabei sollen zwei Hauptziele verfolgt werden. Einerseits sollen volkswirtschaftliche Kosten der Corona-Krise möglichst tief gehalten werden, ohne dass das Gesundheitssystem überlastet wird. Zweitens sollen Massnahmen darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz langfristig positiv zu beeinflussen.

Das Verhindern eines zweiten Teil-Lockdowns muss laut economiesuisse Priorität haben. Denn die weitgehende Offenhaltung der Wirtschaft sei das beste Konjunkturprogramm. Die Politik müsse sich darauf fokussieren, Rahmenbedingungen für Unternehmen während der „begrenzten Normalität“ zu verbessern. Reisemöglichkeiten sollen begrenzt ermöglicht werden. Ausserdem sollen Unternehmen – insbesondere die Exportwirtschaft – entlastet werden. Gleichzeitig sollen Investition und der inländische Konsum gefördert werden. Auf klassische Konjunkturprogramme sei aber zu verzichten. ssp

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