Economiesuisse sieht Indonesien auf Augenhöhe

18. Januar 2021 13:19

Zürich - In seinem Plädoyer für das Freihandelsabkommen mit Indonesien bezeichnet Dr. Jan Atteslander von economiesuisse Indonesien als ebenbürtigen Partner. Ein Ja am 7. März werde es beiden Seiten einfacher machen, Projekte umzusetzen und miteinander Handel zu treiben.

Die Schweiz habe es nun selbst in der Hand, die wichtige Partnerschaft mit Indonesien weiter zu intensivieren, schreibt Dr. Jan Atteslander, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Aussenwirtschaft von economiesuisse, in einem Beitrag auf der Internetseite des Wirtschaftsverbands. Das Schweizer Stimmvolk entscheidet am 7. März darüber, ob das umfassende Abkommen über eine Wirtschaftspartnerschaft mit Indonesien in Kraft tritt. 

Das südostasiatische Land sei ein wichtiger Wachstumsmarkt, so Atteslander, weil der Mittelstand laufend an Kaufkraft gewinne. Gleichzeitig sehe ein umfassendes Programm Infrastrukturprojekte für insgesamt 500 Milliarden Dollar vor. Spezialisierte Schweizer Unternehmen könnten einige davon ausführen. PwC rechne damit, dass das Land bis 2050 zur viertgrössten Volkswirtschaft der Welt aufsteigt.

Darum steht laut Atteslander fest: All dies führt „zu einem sehr grossen Absatzpotenzial für Schweizer Exporte“. Das Abkommen sei „eine Win-win-Situation für beide Vertragsparteien“. Das „fortschrittliche Freihandelsabkommen“ werde es für beide Sachen einfacher machen, neue Projekte umzusetzen sowie Waren und Dienstleistungen zu handeln. „Dieser Partnerschaft auf Augenhöhe werde ich beim Urnengang vom 7. März 2021 auf jeden Fall zustimmen.“

Diese Abstimmung ist notwendig geworden, weil globalisierungskritische Personen und Verbände das Referendum ergriffen haben. Ihnn gehen die Regelungen für den zollbegünstigten Import von Palmöl nicht weit genug. Ausserdem gebe es Zwangs- und Kinderarbeit. Grundsätzlich befördere der Welthandel den Klimawandel und zerstöre in Indonesien die Existenzen von Kleinbauern. Für das Abkommen sind der Bundesrat, alle bürgerlichen Parteien und alle grossen Wirtschaftsverbände. mm 

Aktuelles im Firmenwiki