Economiesuisse plädiert für rasche Einigung mit der EU

06. September 2019 14:57

Zürich - Der Wirtschaftsstandort Schweiz habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst. Um dies zu ändern, wäre die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens mit der EU am dringendsten, sagte economiesuisse-Präsident Heinz Karrer bei der Jahresversammlung des Verbands.

Die Weltwirtschaft kühlt sich ab, auch die Eurozone wächst langsamer. Dies bremst auch die Schweizer Wirtschaft, wie economiesuisse-Präsident Heinz Karrer beim Tag der Wirtschaft seines Verbands betonte. Die globalen Herausforderungen und Risiken könne die Schweizer Politik zwar kaum beeinflussen. Umso wichtiger sei es, keine wirtschaftspolitischen Fehler zu machen und „die traditionelle Stärke der Schweiz, nämlich die Offenheit und gute internationale Vernetzung unserer Volkswirtschaft“, hochzuhalten.

In der Schweizer Wirtschaftspolitik sei zwar vieles gut gemacht worden, aber nicht gut genug, so Karrer. Entsprechend habe die Schweiz laut neusten Ranglisten auch an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst. Die Gründe sieht Karrer in der Währungssituation, der langjährigen Unsicherheit bei der Unternehmensbesteuerung, der unklaren Zukunft der Beziehungen zur EU oder auch der Aufschiebung der Rentenreform. All dies habe zu Verunsicherung geführt. Es gelte nun, das Vertrauen der Unternehmen wieder zu gewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der dringendste Schritt sei dabei die Einigung mit der EU über das Rahmenabkommen.

An der Jahresversammlung haben die Mitglieder von economiesuisse auch neun neue Vorstandsmitglieder gewählt. Ausserdem wurde das Genfer Unternehmen Cotecna Inspection SA als neues Verbandsmitglied begrüsst. ssp

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