Economiesuisse lehnt Agrarinitiativen ab

18. Februar 2021 14:08

Zürich - Der Wirtschaftsverband economiesuisse warnt vor der Annahme der Pestizidverbotsinitiative und der Trinkwasserinitiative. Diese würden die Produktion von Lebensmitteln in der Schweiz stark beeinträchtigen und zu höheren Preisen führen.

Die Stimmbevölkerung wird im Juni über zwei Agrarinitiativen entscheiden. Einerseits handelt es sich dabei um die Trinkwasserinitiative und andererseits um die Pestizidverbotsinitiative. Die Initiativen wollen den Einsatz von Pestiziden einschränken (Trinkwasserinitiative) beziehungsweise verbieten (Pestizidverbotsinitiative).

Economiesuisse lehnt die beiden Vorlagen ab. Der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei für die Produktion von einheimischen Nahrungsmitteln oft unvermeidbar, betont der Verband in einem Artikel. Laut economiesuisse gelten in der Schweiz bereits heute „sehr strikte Zulassungskriterien für Pestizide“. Ausserdem sei der Einsatz dieser Stoffe seit mehreren Jahren rückläufig.

Die beiden Initiativen würden zu „deutlich geringeren Erträgen in der Schweizer Agrarproduktion führen“, hält der Verband fest. Dies würde wiederum höhere Lebensmittelpreise verursachen und den Einkaufstourismus ankurbeln. Die Initiativen würden somit die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Produzenten und damit auch Arbeitsplätze gefährden.

In ihrer am 17. Februar publizierten Dossierpolitik analysiert economiesuisse die Vorlagen im Detail. ssp

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