Dienstleistungen kurbeln Wirtschaft an

07. August 2019 14:13

Zürich - Nach sieben Rückgängen in Folge ist der Geschäftslagenindikator der KOF im Juli auf dem Stand vom Vormonat verblieben. Rückenwind erhielt die Konjunktur dabei aus den Dienstleistungsbranchen. In der Industrie kühlte die Geschäftslage hingegen weiter ab.

Die Talfahrt der Schweizer Wirtschaft sei damit zumindest momentan gestoppt, das konjunkturelle Umfeld bleibe aber schwierig, schreiben die Analysten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung zu ihrer aktuellen Konjunkturumfrage vom Juli. Sie hatten dafür Rückmeldungen von mehr als 4500 privatwirtschaftlichen Unternehmen ausgewertet.

Dabei wurden unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Sektoren deutlich. Die Unternehmen in den Finanz- und Versicherungsbranchen, im Gastgewerbe und im Bereich übrige Dienstleistungen seien im Juli mehrheitlich von einer verbesserten Geschäftslage ausgegangen, erläutern die Analysten. Im Industriebereich hingegen zeigten die Indikatoren weiterhin nach unten. Damit setze der Indikator für das verarbeitende Gewerbe seinen vor acht Monaten begonnen Sinkflug fort.

Konkret präsentiere sich die Geschäftslage der Schweizer Industrieunternehmen aktuell „markant ungünstiger als im Sommer vergangenen Jahres“, heisst es in der Mitteilung. Als Hintergrund verweisen die Analysten dabei insbesondere auf die schwächelnde globale Konjunktur. Zwar habe sich die Wettbewerbsposition der Schweizer Unternehmen dadurch „weder im Ausland noch im Inland wesentlich verändert“, konstatieren die Analysten. Die Unternehmen planten dennoch, „der fehlenden Nachfrage mit leichten Preissenkungen“ zu begegnen. hs

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