Die meisten Schweizer kennen die Energiestrategie 2050 nicht

09. September 2019 10:59

Zürich - 83 Prozent der Bevölkerung sind die Ziele der Energiestrategie 2050 unbekannt. Das hat eine Umfrage der des Stadtzürcher Energieunternehmens ewz ergeben. Doch die Nachhaltigkeitswünsche der Befragten decken sich mit den Prioritäten dieses Plans.

Eine repräsentative Umfrage der Elektrizitätswerke Zürich (ewz) ergab, dass 83 Prozent der Bevölkerung die Ziele der Energiestrategie 2050 unbekannt sind. Dennoch hat laut einer Medienmitteilung der ewz die Förderung erneuerbarer Energien bei den Schweizerinnen und Schweizern Priorität. Auf Rang zwei liegt die Senkung des Energieverbrauchs, gefolgt von einer Erhöhung der Energieeffizienz. Als weitere wichtige Ziele wurden der Ausstieg aus der Kernenergie und die Erneuerung der Stromnetze genannt. Das legt laut ewz den Schluss nahe, dass sich die Bevölkerung zumindest intuitiv der Energiestrategie bewusst ist und dieselben Schlüsse gezogen hat. 

Wurde die Energiestrategie erläutert, hielten sie nur 41,4 Prozent der Befragten für umsetzbar. 32,7 Prozent waren sich nicht sicher. 25,9 Prozent glauben nicht an ihre Realisierung. 

Augenfällig ist aus Sicht der ewz der sprachregionale Unterschied: Während 60,6 Prozent der Westschweizer die Energiestrategie für machbar halten, waren es in der Deutschschweiz nur 35 Prozent. 

53,3 Prozent aller Befragten glauben, dass Inlandsressourcen ausreichen, um den Strombedarf langfristig zu decken. Dabei nannten 88,2 Prozent die Sonne, gefolgt von Wind (68,2 Prozent) und Wasser (64,6 Prozent). 39,6 bevorzugen Kernenergie, Gasturbinen (22,3 Prozent) und Kohlekraft (8,8 Prozent). Die Umfrage belegt auch die Bereitschaft, selbst in Photovoltaik zu investieren (52,7 Prozent) und persönlich zum Energiesparen beizutragen. 

Die ewz fühlt sich durch diese Umfrage darin bestätigt, ausschliesslich auf Naturstrom aus Wasser, Wind und Sonne zu setzen. Bis spätestens 2034 will sie alle Beteiligungen an Kernkraftwerken abstossen. mm

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