Die Konjunktur schwächt sich ab

05. September 2019 11:42

Bern - Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz ist im 2. Quartal etwas weniger gewachsen als im Vorquartal. Inlands- und Auslandsnachfrage entwickelten sich schwach. Hingegen trug der Industriesektor massgeblich zum Wachstum bei.

Die Konjunktur hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat die entsprechenden Zahlen vorgelegt. Demnach wuchs das Schweizer Inlandprodukt (BIP) um 0,3 Prozent gegenüber 0,4 Prozent im Vorquartal. Inlands- und Auslandsnachfrage blieben hinter den Erwartungen zurück. Das belaste insbesondere die Dienstleistungsbranche, heisst es in der Mitteilung.

Für private Konsumenten sind vor allem die Kosten für Gesundheit, Wohnen und Energie gestiegen. Dadurch wuchs der private Konsum (+ 0,3 Prozent) leicht unterdurchschnittlich. Dasselbe gilt für den Staatskonsum (+ 0,1 Prozent). Von den Bauinvestitionen kamen keine Impulse (- 0,1 Prozent). „Einen recht deutlichen Rückgang“ verbuchten die Ausrüstungsinvestitionen (- 1,0 Prozent). Insbesondere wurde erneut weniger in Maschinen investiert. „Das unsichere Umfeld lastet auf der Investitionstätigkeit der Unternehmen“, so das SECO. 

Wichtige Säulen der Dienstleistungsbranche büssten an Dynamik ein. Als Gründe nennt das SECO die schwache Binnennachfrage und leicht rückläufige Dienstleistungsexporte (-0,2 Prozent). Auch die Wertschöpfung des Handels ging leicht zurück (- 0,3 Prozent). Hingegen konnten die Finanzbranche (+ 0,7 Prozent) und vor allem das Gastgewerbe (+ 2,6 Prozent) expandieren. 

Anders als in anderen europäischen Ländern trug der Industriesektor im zweiten Quartal massgeblich zum BIP-Wachstum bei. Vor allem die Umsätze und Exporte der Chemie-Pharma stiegen an. Das verarbeitende Gewerbe konnte den Umfang seiner Wertschöpfung halten (+ 1,3 Prozent). Hingegen verbuchten Maschinen und Metalle Umsatzrückgänge und folgten damit dem internationalen Trend. Auch Warenexporte (- 0,8 Prozent) und Importe von Waren und Dienstleistungen sind rückläufig (- 0,6 Prozent). mm

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