Die ICT-Branche wartet mit stabilen Exportzahlen auf

11. November 2019 12:39

Bern/Basel - Die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (ICT) ist der sechstgrösste Exporteur von Dienstleistungen der Schweiz. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Aussenhandelsstudie des Dachverbands ICTswitzerland.

Die ICT-Branche ist der sechstgrösste Dienstleistungsexporteur der Schweiz. Von grösster Bedeutung sind dabei Computerdienste, während der Handel mit Telekommunikations- und Informationsdiensten einen etwas kleineren Beitrag leistet. Das zeigt die ICT-Aussenhandelsstudie für das Jahr 2018, die jetzt veröffentlicht wurde. Durchgeführt hat sie das Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) im Auftrag des Dachverbands ICTswitzerland

Der Export von ICT-Gütern und -Dienstleistungen belief sich im vergangenen Jahr insgesamt auf 19,2 Milliarden Franken. Davon entfallen 65 Prozent auf Dienstleistungen. Mit einem Exportanteil von 64 Prozent bleibt die Europäische Union der mit Abstand wichtigste Handelspartner. Grösste Abnehmer sind Deutschland (2,4 Milliarden Franken) und Grossbritannien (1,5 Milliarden Franken). Asien (15 Prozent) hat mittlerweile fast auf den bisher zweitwichtigsten Exportpartner Amerika (16 Prozent) aufgeschlossen.

Die Dienstleistungsexporte nach Asien haben sich in den vergangenen sechs Jahren in absoluten Zahlen beinahe verdoppelt. Nach Angaben einer Medienmitteilung steht zu erwarten, dass Asien bereits im kommenden Jahr der zweitwichtigste Markt dafür sein wird. Bei den ICT-Gütern konnte nach einem Jahrzehnt rückläufiger Exporte in den vergangenen drei Jahren wieder ein Anstieg um 700 Millionen Franken verzeichnet werden.

Da die Zahl der Importe deutlich abgenommen hat, verbesserte sich das Handelsbilanzdefizit bei ICT-Dienstleistungen deutlich. Hatte der ICT-Nettoexport (Export minus Import) im Vorjahr noch 3,5 Milliarden Euro betragen, so belief er sich 2018 auf nunmehr 2,5 Milliarden Euro. mm

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