Diagnose von Tuberkulose soll effizienter werden

02. Dezember 2019 13:40

Basel - Diagnose und Behandlung von Tuberkulose sind insbesondere in schwer zugänglichen Gebieten schwierig. Ein Forschungsprojekt unter Leitung des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts soll Abhilfe schaffen. Dafür wird eine klinische Studie in Südafrika durchgeführt.

„Tuberkulose (TB) ist nach wie vor die Infektionskrankheit, die weltweit am meisten Todesfälle fordert“, informiert das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) in einer Mitteilung. Viele Patienten würden jedoch insbesondere in schwer zugänglichen Gebieten aber auch in Regionen mit hohen Vorkommen nie diagnostiziert. Herkömmliche Fallsuchkampagnen, bei denen jeder getestet wird, der auf TB hinweisende Symptome aufweist, sind zudem arbeitsintensiv und kostspielig.

„Eine viel effizientere und kostengünstigere Methode wäre es, zuerst einen Triage-Test durchzuführen, um Menschen auszuschliessen, die höchstwahrscheinlich nicht TB haben“, erläutert Klaus Reither, Leiter der Einheit Clinical Research am Swiss TPH, in der Mitteilung. Ein molekularer Test auf TB müsste dann nur noch bei den übrigen Personen durchgeführt werden.

Reither ist Projektleiter von TB TRIAGE,  einem Forschungsprojekt des Swiss TPH in Zusammenarbeit mit SolidarMed (Lesotho/Schweiz), dem Human Sciences Research Council (Südafrika), dem Institute of Tropical Medicine in Antwerpen (Belgien), dem Radboud University Medical Center Nijmegen (Niederlande), der Charité Universitätsmedizin Berlin (Deutschland) und dem Universitätsspital Basel.

Im Rahmen von TB TRIAGE sollen neue diagnostische Ansätze für die aktive Fallsuche von TB-Patienten entwickelt werden. Herzstück des von der European and Developing Countries Clinical Trials Partnership (EDCTP) finanzierten Projekts ist eine grossangelegte klinische Studie in zwei Gemeinden in Südafrika. hs

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