Deutsche Abfallwirtschaft gegen Kompostierung von Bioplastik

11. Juni 2019 15:24

Berlin - Biologisch abbaubares Bioplastik etwa in Einweggeschirr, Kaffeekapseln und Verpackungen soll nicht als kompostierbar gekennzeichnet werden dürfen. Das fordern die Verbände der deutschen Abfallwirtschaft. Das Bioplastik sollte wenn möglich wiederverwertet werden.

Bioplastik soll nicht als kompostierbar gekennzeichnet werden. Das fordern die Verbände der deutschen Abfallwirtschaft in einem Positionspapier. Sie beziehen sich dabei auf Produkte aus biologisch abbaubaren Kunststoffen wie Verpackungen, Einweggeschirr und Kaffeekapseln, ausdrücklich aber nicht biologisch abbaubare Kunststoffbeutel. 

Gegen die Kennzeichnung von Bioplastik als kompostierbar spricht aus der Sicht der Verbände, dass diese Produkte für den Kompost oder für Gärprodukte keinen Nutzen hätten. Zudem sei nicht sichergestellt, dass sich tatsächlich alle Bestandteile in allen biologischen Abbauverfahren schnell genug auflösen. Zudem würde die Sortenreinheit des Bioabfalls gefährdet. Die Verbände sprechen sich für eine stoffliche Verwertung des Bioplastik aus. Wenn dies technisch nicht möglich oder zu teuer ist, dann sollten sie energetisch verwertet werden. 

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft und der Verband kommunaler Unternehmen. Das Positionspapier bezieht sich auf eine Regelung für die Label zur Kompostierbarkeit von Produkten, an der die EU-Kommission derzeit arbeitet. stk

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