Delikte sind in Graubünden 2019 leicht angestiegen

24. März 2020 12:22

Chur - In Graubünden wurden 2019 nur wenig mehr Verbrechen begangen als im Jahr zuvor. Gleichzeitig gingen Zuwiderhandlungen gegen das Strafgesetzbuch zurück. Auch gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie das Ausländer- und Integrationsgesetz wurde deutlich weniger verstossen.

Die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik für den Kanton Graubünden weist für das vergangene Jahr eine leicht gestiegene Zahl von Delikten auf. Wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung bekanntgibt, wurden mit 9023 Fällen insgesamt 49 Fälle mehr registriert als im Vorjahr. 

Die meisten davon entfielen auf Straftaten gegen das Strafgesetzbuch, nämlich 6579 (Vorjahr 6808). Zum Vergleich führt die Medienmitteilung die Zahl aus dem Jahr 2009 an. Damals zählte die erstmals nach einheitlichen Schweizer Erfassungskriterien erstellte Statistik noch 8125 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch. 2019 entfielen mit 3970 Fällen (4237 im Vorjahr) die meisten davon auf Straftaten gegen das Vermögen. Den grössten Anteil daran haben Diebstähle.

Erfreulich sei, dass die Zahl der Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz ebenso rückläufig sei wie jene gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz.

Bei den schweren Gewalttaten wurde gegenüber 2018 ein Rückgang um sieben auf insgesamt 32 Fälle registriert. Die meisten Gewaltdelikte entfallen jedoch auf Drohungen, Tätlichkeiten und einfache Körperverletzung, ebenso auf Raufhandel (von 42 auf 59 gestiegen), Gewalt oder Drohung gegen Beamte (von 40 auf 50 gestiegen) und Nötigung. Im Rahmen familienähnlicher Beziehungen ist die häusliche Gewalt von 214 auf 196 Fälle erneut zurückgegangen. mm

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